BGH, 09.11.2010 - VI ZR 300/08 - Prognose der für die Bemessung des Erwerbsschadens erforderlichen hypothetischen Einkommensentwicklung bei der durch den Schädiger aufgestellten Behauptung einer ohne den Schadensfall eingetretenen Erlangung einer gut bezahlten Festanstellung in fortgeschrittenem Alter und bei gleichzeitigem Bestreitens durch den Schädiger unter Hinweis auf die Lage am Arbeitsmarkt

Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.11.2010, Az.: VI ZR 300/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29297
Aktenzeichen: VI ZR 300/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Darmstadt - 21.02.2008 - AZ: 8 O 584/05

OLG Frankfurt am Main - 31.10.2008 - AZ: 24 U 51/08

Fundstellen:

AnwBl 2011, 98-99

DAR 2011, 311-312

DAR 2011, 199

JurBüro 2011, 276

MDR 2011, 29-30

NJ 2011, 289-290

NJW 2011, 1146-1148 "Prognose der hypothetischen Einkommensentwicklung"

NJW-Spezial 2011, 106-107

NWB 2011, 39

NWB 2011, 105

NZV 2011, 241-243

r+s 2011, 83-86

SVR 2011, 255-257

VersR 2011, 229-231

VRR 2011, 142-143

VRS 2011, 265-270

ZFE 2011, 148-149

zfs 2011, 200-203

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 252; ZPO § 287

Zu der für die Bemessung des Erwerbsschadens erforderlichen Prognose der hypothetischen Einkommensentwicklung, wenn der Geschädigte behauptet, er hätte ohne den Schadensfall in fortgeschrittenem Alter eine gut bezahlte Festanstellung erhalten, der Schädiger dies aber unter Hinweis auf die Lage am Arbeitsmarkt bestreitet.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 9. November 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Zoll und Wellner,
die Richterin Diederichsen und
den Richter Stöhr
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 24. Zivilsenats in Darmstadt des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 31. Oktober 2008 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als der Klägerin eine monatliche Verdienstausfallrente von 2.680 € ab 1. Januar 2006 und eine Mehrbedarfsrente von 173,33 € über den 30. September 2025 hinaus abzüglich bereits gezahlter 42.085 € zuerkannt worden sind (Ziffer 2 des Tenors des Berufungsurteils). Die weiter gehende Revision wird zurückgewiesen.

Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde und des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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