BGH, 09.03.2010 - AnwZ (B) 13/10 - Aufschiebende Wirkung im Falle einer sofortigen Beschwerde gegen den Widerruf einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vermögensverfalls

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 09.03.2010, Az.: AnwZ (B) 13/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 09.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 12493
Aktenzeichen: AnwZ (B) 13/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Bayern - 12.11.2009 - AZ: BayAGH I - 3/07

Redaktioneller Leitsatz:

Ficht ein Rechtsanwalt den Widerruf seiner Zulassung zur Rechtsanwaltschaft mit der Behauptung an, der Widerruf sei nicht ordnungsgemäß zugestellt worden, genügt es für die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seiner sofortigen Beschwerde, dass er einen Sachverhalt glaubhaft gemacht hat, der Zweifel an der Richtigkeit der Postzustellungsurkunde begründet.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ganter,
die Richterinnen Lohmann und Dr. Fetzer sowie
die Rechtsanwältin Kappelhoff und
Rechtsanwalt Dr. Martini
am 9. März 2010
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs vom 12. November 2009 hat aufschiebende Wirkung.

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