BGH, 08.12.2011 - VII ZR 198/10 - Abhängigkeit des Schadensersatzanspruchs des Bestellers von einer Nacherfüllungsfrist bei Vergrößerung des zu behebenden Wasserschadens durch den Unternehmer durch die Wahl der Trocknungsmethode

Bundesgerichtshof
Urt. v. 08.12.2011, Az.: VII ZR 198/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 08.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 31838
Aktenzeichen: VII ZR 198/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Verden - 18.02.2010 - AZ: 4 O 405/08

OLG Celle - 21.10.2010 - AZ: 5 U 47/10

Fundstellen:

BauR 2012, 494-496

BauR 2012, 5

BBB 2012, 59

EBE/BGH 2012, 31-32

IBR 2012, 81

JA 2012, 547

Life&Law 2012, 255-258

MDR 2012, 143

NJ 2012, 6-7

NJ 2012, 208

NJW 2012, 6

NJW-RR 2012, 268-269

NJW-Spezial 2012, 76-77

NZBau 2012, 104-106

RÜ 2012, 205-206

WM 2012, 1839-1840

ZfBR 2012, 230-232

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 280 Abs. 1, 281

Wählt ein Unternehmer, der nach einem Wasserschaden in einem Gebäude damit beauftragt ist, den Fußbodenaufbau zu trocknen, und zu diesem Zweck den Fliesenbelag öffnen muss, eine Trocknungsmethode, die zu größeren Schäden am Gebäude als erforderlich führt, ist der Schadensersatzanspruch des Bestellers nicht davon abhängig, dass er dem Unternehmer eine Frist zur Nacherfüllung gesetzt hat.

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 29. September 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka und die Richter Bauner, Dr. Eick, Halfmeier und Prof. Leupertz

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 21. Oktober 2010 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Revisionsverfahrens.

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