BGH, 08.12.2010 - XII ZB 140/10 - Auslegung eines mit "Berufung" betitelten Schriftsatzes mit der Formulierung "vorbehaltlich PKH-Bewilligung für die II. Instanz" als wirksam eingelegte Prozesserklärung bei Erfüllen der gesetzlichen Anforderungen an eine Berufungsschrift

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 08.12.2010, Az.: XII ZB 140/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 08.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 31616
Aktenzeichen: XII ZB 140/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Rostock - 09.12.2009 - AZ: 47 C 287/09

LG Rostock - 04.03.2010 - AZ: 1 S 8/10

nachgehend:

BGH - 05.01.2011 - AZ: XII ZB 140/10

Fundstellen:

EBE/BGH 2011, 34-35

FA 2011, 79

FamRZ 2011, 366-367

FK 2011, 120

FuR 2011, 233-234

GuT 2010, 458-459

JurBüro 2011, 504

MDR 2011, 182-183

Mitt. 2011, 150 "Anforderungen an eine Berufungsschrift"

NJ 2011, 6

NJW 2011, 8

NJW-RR 2011, 492

ZAP 2011, 235

ZAP EN-Nr. 154/2011

Amtlicher Leitsatz:

ZPO §§ 517, 520 Abs. 2

Wenn die gesetzlichen Anforderungen an eine Berufungsschrift oder eine Berufungsbegründung erfüllt sind, kommt die Deutung, dass der Schriftsatz nicht als zugleich eingelegte Berufung oder Berufungsbegründung bestimmt war, nur dann in Betracht, wenn sich dies aus den Begleitumständen mit einer jeden vernünftigen Zweifel ausschließenden Deutlichkeit ergibt (im Anschluss an die Senatsbeschlüsse vom 18. Juli 2007 - XII ZB 31/07 - FamRZ 2007, 1726 und vom 20. Juli 2005 - XII ZB 31/05 - FamRZ 2005, 1537).

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 8. Dezember 2010
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne und
die Richter Weber-Monecke, Prof. Dr. Wagenitz, Dose und Dr. Günter
beschlossen:

Tenor:

Auf die Rechtsbeschwerde der Klägerin wird der Beschluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Rostock vom 4. März 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur weiteren Behandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Rechtsbeschwerde, an das Oberlandesgericht (1)zurückverwiesen.

Streitwert: 900 EUR

(1) Red. Anm.:
Das Wort "Oberlandesgericht" wird durch das Wort "Landgericht" ersetzt, siehe Hinweis unten

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