BGH, 08.02.2011 - 4 StR 583/10 - Erforderlichkeit eines Gerichtsbeschlusses hinsichtlich der Verlesung eines Arztbriefes

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 08.02.2011, Az.: 4 StR 583/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 08.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 11240
Aktenzeichen: 4 StR 583/10
 

Fundstelle:

NStZ 2011, 356-357

Verfahrensgegenstand:

Versuchter Totschlag u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Auf der Verlesung einer Urkunde ohne den nach § 251 Abs. 4 StGB erforderlichen Gerichtsbeschluss beruht das Urteil nicht, wenn der Grund und der Umfang der Verlesung allen Verfahrensbeteiligten klar waren und die Verlesung im allgemeinem Einverständnis erfolgte.

Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung der Beschwerdeführerin
am 8. Februar 2011
beschlossen:

Tenor:

Die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Augsburg vom 29. Juni 2010 wird als unbegründet verworfen.

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Nebenkläger im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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