BGH, 07.12.2010 - 5 StR 487/10 - Annahme eines minderschweren Falles bei einem wiederholten sexuellen Missbrauch und schwerem sexuellen Missbrauch des leiblichen Kindes

Bundesgerichtshof
Urt. v. 07.12.2010, Az.: 5 StR 487/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 07.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29613
Aktenzeichen: 5 StR 487/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Cottbus - 18.05.2010

Rechtsgrundlage:

§ 176a Abs. 4 StGB

Verfahrensgegenstand:

Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Bei der Bemessung der Strafe für (schweren) sexuellen Missbrauch eines Kindes sind ein Geständnis des Täters, seine andauernde, freiwillige Therapie und die Zahlung eines Schmerzensgeldes an das Opfer mildernd zu berücksichtigen.

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
in der Sitzung vom 7. Dezember 2010,
an der teilgenommen haben:
Vorsitzender Richter Basdorf,
Richter Dr. Brause,
Richter Schaal,
Richterin Dr. Schneider,
Richter Prof. Dr. König als beisitzende Richter,
Staatsanwältin als Vertreterin der Bundesanwaltschaft,
Rechtsanwalt als Verteidiger,
Rechtsanwalt als Vertreter der Nebenklägerin,
Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 18. Mai 2010 wird verworfen.

Die Staatskasse hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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