BGH, 07.12.2009 - AnwZ (B)99/08 - Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vermögensverfalls aufgrund Vermutung der Gefährdung der Interessen der Rechtssuchenden; Voraussetzungen für eine Berücksichtigung einer nachträglichen Konsolidierung der Vermögensverhältnisse des Rechtsanwalts

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 07.12.2009, Az.: AnwZ (B)99/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 07.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 30319
Aktenzeichen: AnwZ (B)99/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Hamburg - 11.08.2008 - AZ: I ZU 10/07

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Wird das Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Rechtsanwalts eröffnet, wird der Vermögensverfall nach § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO vermutet.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterin Lohmann,
den Rechtsanwalt Dr. Frey und
die Rechtsanwältin Dr. Hauger
nach mündlicher Verhandlung am 7. Dezember 2009
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des I. Senats des Anwaltsgerichtshofs in der Freien und Hansestadt Hamburg vom 11. August 2008 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert für das Beschwerdeverfahren wird auf 50.000 EUR festgesetzt.

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