BGH, 07.12.2009 - AnwZ (B) 104/08 - Widerruf einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen zahlreicher Verbindlichkeiten des Rechtsanwalts sowie gegen ihn betriebener Vollstreckungsverfahren; Nachträglicher Wegfall der Voraussetzungen für einen Widerruf der Rechtsanwaltszulassung bei einem beabsichtigten Verkauf der Kanzlei und Verhandlungen mit Gläubigern über ein Moratorium

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 07.12.2009, Az.: AnwZ (B) 104/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 07.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 28597
Aktenzeichen: AnwZ (B) 104/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Rheinland-Pfalz - 16.04.2008 - AZ: 2 AGH 24/07

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Gemäß § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO ist die Zulassung zur Anwaltschaft regelmäßig zu widerrufen, wenn der Rechtsanwalt in Vermögensverfall geraten ist.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
den Richter Dr. Ernemann,
die Richterin Lohmann,
den Rechtsanwalt Dr. Frey und
die Rechtsanwältin Dr. Hauger
ohne mündliche Verhandlung
am 7. Dezember 2009
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 2. Senates des Anwaltsgerichtshofs Rheinland-Pfalz vom 16. April 2008 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert des Beschwerdeverfahrens wird auf 50.000 EUR festgesetzt.

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