BGH, 07.07.2010 - 2 StR 100/10 - Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung durch Vorhalt einer ungeladenen Gaspistole

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 07.07.2010, Az.: 2 StR 100/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 07.07.2010
Referenz: JurionRS 2010, 21649
Aktenzeichen: 2 StR 100/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bonn - 22.10.2009

Fundstellen:

NStZ-RR 2010, 344

NStZ-RR 2010, 337

Verfahrensgegenstand:

Schwere räuberische Erpressung u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Nach der Lebenserfahrung ist eine Tatbegehung wie ein Überfall (hier: auf ein Sonnenstudio) auch ohne den Einsatz von Mitteln im Sinne von § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB vorstellbar; die Zurechnung des Mitführens eines solchen Mittels bei einem Mittäter bedarf mithin mehr als eines solchen "Erfahrungssatzes".

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 7. Juli 2010
gemäß § 349 Abs. 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten T. wird das Urteil des Landgerichts Bonn vom 22. Oktober 2009, soweit es ihn betrifft, mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben.

  2. 2.

    Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

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