BGH, 07.04.2011 - I ZR 53/09 - Vorlage zur Vorabentscheidung an den Gerichtshof der Europäischen Union zur Auslegung der Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte; Qualifizierung eines vom Hersteller zur Anwendung für Menschen zum Zwecke der Untersuchung eines physiologischen Vorgangs bestimmter Gegenstand als Medizinprodukt

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 07.04.2011, Az.: I ZR 53/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 07.04.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14344
Aktenzeichen: I ZR 53/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 08.03.2005 - AZ: 407 O 223/04

OLG Hamburg - 26.02.2009 - AZ: 3 U 162/05

nachgehend:

BGH - 18.04.2013 - AZ: I ZR 53/09

Rechtsgrundlagen:

Art. 1 Abs. 2 Buchst. a RL 93/42/EWG

§ 3 Nr. 1 Buchst. c MPG

Fundstellen:

GesR 2011, 468-469

GRUR 2011, 544-546 "Messgerät"

MedR 2011, 803-805

Mitt. 2011, 295 "Messgerät"

MPR 2011, 85-87

PharmaR 2011, 340-342

WRP 2011, 902-904 "Messgerät"

Verfahrensgegenstand:

Messgerät

Amtlicher Leitsatz:

Richtlinie 93/42/EWG Art. 1 Abs. 2 Buchst. a 3. Spiegelstrich; MPG § 3 Nr. 1 Buchst. c

Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird zur Auslegung der Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte (ABl. Nr. L 169 vom 12. Juli 1993, S. 1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 (ABl. Nr. 247 vom 21. September 2007, S. 21), folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:

Stellt ein Gegenstand, der vom Hersteller zur Anwendung für Menschen zum Zwecke der Untersuchung eines physiologischen Vorgangs bestimmt ist, nur dann ein Medizinprodukt im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Buchst. a 3. Spiegelstrich der Richtlinie 93/42/EWG dar, wenn er auf einen medizinischen Zweck ausgerichtet ist?

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 3. Februar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert, Dr. Koch und Dr. Löffler
beschlossen:

Tenor:

  1. I.

    Das Verfahren wird ausgesetzt.

  2. II.

    Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird zur Auslegung der Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte (ABl. Nr. L 169 vom 12. Juli 1993, S. 1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2007/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 (ABl. Nr. 247 vom 21. September 2007, S. 21), folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:

    Stellt ein Gegenstand, der vom Hersteller zur Anwendung für Menschen zum Zwecke der Untersuchung eines physiologischen Vorgangs bestimmt ist, nur dann ein Medizinprodukt im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Buchst. a 3. Spiegelstrich der Richtlinie 93/42/EWG dar, wenn er auf einen medizinischen Zweck ausgerichtet ist?

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