BGH, 06.07.2011 - 2 StR 76/11 - Zulässigkeit der Verweigerung einer Herausgabe von Tonbandaufzeichnungen des zwischen dem Tatopfer und seine Glaubwürdigkeit beurteilenden Sachverständigen geführten Explorationsgesprächs

Bundesgerichtshof
Urt. v. 06.07.2011, Az.: 2 StR 76/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 06.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 22004
Aktenzeichen: 2 StR 76/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Meiningen - 01.11.2010

Verfahrensgegenstand:

Sexueller Missbrauch von Kindern

Redaktioneller Leitsatz:

Der Tatrichter kann sich die Überzeugung von der Täterschaft des bestreitenden Angeklagten auf der Grundlage der belastenden Angaben des Tatopfers auch dann rechtsfehlerfrei verschaffen, wenn die Aussage des Tatopfers Unsicherheiten hinsichtlich der Anzahl der Missbrauchshandlungen sowie ihrer zeitlichen und örtlichen Einordnung aufweist.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
in der Sitzung vom 6. Juli 2011,
an der teilgenommen haben:
Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer als Vorsitzender,
die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Schmitt, Dr. Berger, Prof. Dr. Krehl, Dr. Eschelbach,
Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof als Vertreter der Bundesanwaltschaft,
Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle
für Recht erkannt:

Tenor:

  1. 1.

    Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Meiningen vom 1. November 2010 wird verworfen.

  2. 2.

    Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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