BGH, 06.07.2009 - AnwZ (B) 21/08 - Widerruf einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei Vermögensverfall des Rechtsanwaltes aufgrund einer Gefährdung der Interessen Rechtsuchender

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 06.07.2009, Az.: AnwZ (B) 21/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 06.07.2009
Referenz: JurionRS 2009, 18805
Aktenzeichen: AnwZ (B) 21/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH München - 28.01.2008 - AZ: BayAGH I - 38/07

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Die Feststellung des Vermögensverfalls bei einem Rechtsanwalt führt regelmäßig zu einer Gefährdung der Interessen der Rechtsuchenden, insbesondere im Hinblick auf seinen Umgang mit Mandantengeldern und den darauf möglichen Zugriff von Gläubigern.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Dr. Frellesen und Dr. Schmidt-Räntsch,
die Richterin Lohmann sowie
die Rechtsanwälte Dr. Martini, Prof. Dr. Quaas und Dr. Braeuer
nach mündlicher Verhandlung
am 6. Juli 2009
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 1. Senats des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs vom 28. Januar 2008 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert für das Beschwerdeverfahren wird auf 50.000 EUR festgesetzt.

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