BGH, 05.10.2010 - VI ZR 152/09 - Vorliegen nur einer Angelegenheit i.S.d. § 15 Abs. 2 S. 1 RVG bei einer Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen gegen den Autor einer Textveröffentlichung einerseits und dem veröffentlichenden Verlag andererseits; Auslegung des Begriffs der Angelegenheit im gebührenrechtlichen Sinne

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.10.2010, Az.: VI ZR 152/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 26418
Aktenzeichen: VI ZR 152/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Berlin-Tempelhof - 03.11.2008 - AZ: 6 C 196/08

LG Berlin - 31.03.2009 - AZ: 27 S 14/08

Fundstellen:

AfP 2010, 571-573

AGS 2010, 587-590

AnwBl 2011, 74-75

BRAK-Mitt 2011, 42

GRUR-Prax 2010, 569

HRA 2010, 12-14

JurBüro 2011, 81-82

MDR 2010, 1492-1493

NJW 2011, 782-783

Rpfleger 2011, 237-239

RVGreport 2011, 14-15

WRP 2011, 77-79 ""dieselbe Angelegenheit""

ZUM-RD 2011, 11-14

Amtlicher Leitsatz:

RVG § 15 Abs. 2 Satz 1, ZPO § 287

Zur Frage, ob die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen gegen den Autor einerseits und den Verlag andererseits dieselbe Angelegenheit im Sinne des § 15 Abs. 2 Satz 1 RVG betrifft.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
im schriftlichen Verfahren
mit Schriftsatzfrist bis zum 20. September 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
den Richter Wellner,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil der 27. Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 31. März 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Revision, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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