BGH, 05.06.2009 - V ZR 168/08 - Verlangen einer Rückauflassung durch den Gläubiger des Rückgewährschuldverhältnisses nach § 346 Abs. 1 BGB von dem als Grundstückseigentümer eingetragenen Schuldner; Beschränkte Überprüfung der tatrichterlichen Auslegung von Individualverträgen durch das Revisionsgericht

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.06.2009, Az.: V ZR 168/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 16347
Aktenzeichen: V ZR 168/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Merseburg - 06.12.2007 - AZ: 8 C 170/06 (8-1)

LG Halle - 10.07.2008 - AZ: 1 S 5/08

Fundstellen:

BGHReport 2009, 1031-1032

FStBW 2010, 498-500

FStHe 2010, 358-360

JurBüro 2009, 613

KomVerw/B 2010, 266-268

KomVerw/LSA 2010, 251-253

KomVerw/MV 2010, 265-267

KomVerw/S 2010, 251-253

KomVerw/T 2010, 262-264

MDR 2009, 976

NJW 2009, 3155-3157

NJW-Spezial 2009, 562

RENOpraxis 2009, 191

WM 2009, 1803-1805

ZAP EN-Nr. 530/2009

ZfIR 2009, 677

ZNotP 2009, 315-317

Amtlicher Leitsatz:

Der Gläubiger aus einem Rückgewährschuldverhältnis kann nach § 346 Abs. 1 BGB von dem als Grundstückseigentümer eingetragenen Schuldner auch dann Rückauflassung verlangen, wenn unklar ist, ob der Schuldner zu Recht oder zu Unrecht eingetragen ist (Abgrenzung zu Senat , Urt. v. 21. Oktober 2005, V ZR 63/05, BGH-Report 2006, 147, 148).

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 5. Juni 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richter Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch,
die Richterin Dr. Stresemann und
den Richter Dr. Roth
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Halle vom 10. Juli 2008 aufgehoben.

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Merseburg vom 6. Dezember 2007 wird zurückgewiesen.

Die Beklagten tragen die Kosten der Rechtsmittelverfahren.

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