BGH, 05.06.2009 - V ZR 144/08 - Einordnung des unbefugten Abstellens eines Fahrzeugs auf dem Parkplatz eines Grundstücksbesitzers als verbotene Eigenmacht; Anspruch des Grundstücksbesitzers auf Erstattung der Abschleppkosten als Schadensersatz; Ersatzfähigkeit von mit der Geltendmachung der Abschleppkosten verbundenen Inkassokosten

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.06.2009, Az.: V ZR 144/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 17376
Aktenzeichen: V ZR 144/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Magdeburg - 31.01.2008 - AZ: 151 C 2968/07 (151)

LG Magdeburg - 08.07.2008 - AZ: 1 S 70/08

Fundstellen:

BGHZ 181, 233 - 242

AB 2009, 14

ArztR 2010, 49-50

BGHReport 2009, 927-929

DAR 2009, 515-517

DAR 2009, 461

DVP 2010, 83

DWW 2009, 263-265

EBE/BGH 2009, 236-238

GuT 2009, 193-195

Info M 2009, 340

Info M 2009, 53

JA 2009, 732-734

JuS 2009, 762

Life&Law 2009, 511-519 (Volltext mit amtl. LS)

MDR 2009, 1166-1167

MK 2009, 157

NJW 2009, 2530-2532

NJW-Spezial 2009, 538

NJW-Spezial 2009, 443 (Pressemitteilung)

NWB 2009, 1895

NWB direkt 2009, 661

NZM 2009, 595-597

r+s 2010, 342-345

RdW 2009, 519-520

RÜ 2009, 490-495

StX 2009, 495

VerkA 2009, 119 (amtl. Leitsatz)

VersR 2009, 1121-1123

VRA 2009, 111

VRR 2009, 298-299

WM 2009, 1664-1667

ZAP EN-Nr. 565/2009

ZfIR 2009, 527

zfs 2009, 558-561

ZGS 2009, 339

ZGS 2009, 369-371

ZGS 2009, 296-297 (Pressemitteilung)

ZWD 2010, 8

ZWE 2009, 321-322

Amtlicher Leitsatz:

Wer sein Fahrzeug unbefugt auf einem Privatgrundstück abstellt, begeht verbotene Eigenmacht, derer sich der unmittelbare Grundstücksbesitzer erwehren darf, indem er das Fahrzeug abschleppen lässt; die Abschleppkosten kann er als Schadensersatz von dem Fahrzeugführer verlangen.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 5. Juni 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richter Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch,
die Richterin Dr. Stresemann und
den Richter Dr. Roth
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg vom 8. Juli 2008 wird als unzulässig verworfen, soweit sie sich gegen die Zurückweisung der Berufung des Klägers gegen die Abweisung der auf Zahlung von 46,41 EUR gerichteten Klage wendet. Im Übrigen wird auf die Revision des Klägers - unter Zurückweisung des weitergehenden Rechtsmittels - das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg vom 8. Juli 2008 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Berufung des Klägers gegen die Abweisung der Klage in Höhe von 15 EUR nebst Zinsen zurückgewiesen worden ist.

In diesem Umfang wird auf die Berufung des Klägers das Urteil des Amtsgerichts Magdeburg vom 31. Januar 2008 abgeändert und der Beklagte verurteilt, an den Kläger 15 EUR nebst Zinsen von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 28. Oktober 2007 zu zahlen.

Von den Kosten des Rechtsstreits in allen Instanzen trägt der Kläger 91% und der Beklagte 9%.

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