BGH, 05.05.2011 - IX ZR 176/10 - Erstattungsanspruch aus § 717 Abs. 3 ZPO kann im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (§ 32 ZPO) geltend gemacht werden; Geltendmachung des Erstattungsanspruchs aus § 717 Abs. 3 ZPO im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (§ 32 ZPO); Bestimmung der Zuständigkeit der Gerichte eines jeden Mitgliedsstaates der EU nach dessen eigenen Gesetzen bei mangelndem Wohnsitz des Beklagten im Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaates

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.05.2011, Az.: IX ZR 176/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 17572
Aktenzeichen: IX ZR 176/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 03.04.2009 - AZ: 324 O 783/08

OLG Hamburg - 14.09.2010 - AZ: 7 U 54/09

Rechtsgrundlagen:

§ 32 ZPO

§ 717 Abs. 3 ZPO

Art. 4 Abs. 1 VO 44/2001/EG

Fundstellen:

BGHZ 189, 320 - 330

BB 2011, 1602

GRUR 2011, 758-760 "Rückzahlung der Lizenzgebühr"

GRUR 2011, 9

MDR 2011, 878-879

NJW 2011, 8 "Gerichtsstand"

NJW 2011, 2518-2521 "Gerichtsstand"

RIW/AWD 2011, 548-551

WM 2011, 1233-1237

WuB 2011, 695-696

ZBB 2011, 292

ZInsO 2011, 1172-1175

ZIP 2011, 2123-2127

Amtlicher Leitsatz:

ZPO §§ 32, 717 Abs. 2, Abs. 3

  1. a)

    Der Erstattungsanspruch aus § 717 Abs. 3 ZPO kann im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (§ 32 ZPO) geltend gemacht werden.

  2. b)

    Der Erstattungsanspruch aus § 717 Abs. 3 ZPO setzt nicht voraus, dass vor der Zahlung oder Leistung die Zwangsvollstreckung angedroht worden war.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 5. Mai 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill,
die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Fischer
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 7. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 14. September 2010 aufgehoben.

Die Berufung des Beklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg, Zivilkammer 24, vom 3. April 2009 wird zurückgewiesen.

Der Beklagte trägt die Kosten beider Rechtsmittelverfahren.

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