BGH, 05.05.2010 - III ZR 209/09 - Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist eines Freistellungsanspruchs eines Treuhänders i.R.e. für den Treugeber übernommenen Geschäftsbesorgung; Fälligkeit von sich aus einer Geschäftsbesorgung ergebenden Forderungen eines Treuhänders gegen Dritte als maßgeblicher Zeitpunkt für den Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist seines Befreiungsanspruchs; Billigkeit einer Verjährung eines Freistellungsanspruchs bei noch ausstehender Fälligkeit von ihm zugrunde liegenden Drittforderungen

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.05.2010, Az.: III ZR 209/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.05.2010
Referenz: JurionRS 2010, 17104
Aktenzeichen: III ZR 209/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Baden-Baden - 08.05.2008 - AZ: 3 O 307/07

OLG Karlsruhe - 30.06.2009 - AZ: 17 U 401/08

Fundstellen:

BGHZ 185, 310 - 322

BB 2010, 1610

DB 2010, 8

DB 2010, 1397-1400

DStR 2010, 1534-1537

DStR 2010, 11-12

EBE/BGH 2010, 214-216

GWR 2010, 318

JurBüro 2010, 555-556

MDR 2010, 1100-1101

NJW 2010, 2197-2200

NJW 2010, 6

NWB 2010, 2937

NWB direkt 2010, 966

NZG 2010, 790-793

VersR 2011, 679-682

WM 2010, 1161-1165

WuB 2010, 537-539

ZAP EN-Nr. 472/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZBB 2010, 313

ZGS 2010, 370-374

ZIP 2010, 1295-1299

Amtlicher Leitsatz:

Für den Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist (§ 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB) des Befreiungsanspruchs eines Treuhänders (Geschäftsbesorgers) nach § 257 BGB ist nicht auf den Schluss des Jahres abzustellen, in dem der Freistellungsanspruch fällig geworden ist, sondern auf den Schluss des Jahres, in dem die Drittforderungen fällig werden, von denen zu befreien ist.

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 5. Mai 2010
durch
den Vizepräsidenten Schlick,
die Richter Dörr, Hucke, Seiters und Tombrink
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Beklagten und die Anschlussrevision der Klägerin gegen das Urteil des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 30. Juni 2009 werden zurückgewiesen.

Die Beklagte hat die Kosten des Revisionsrechtszugs zu tragen.

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