BGH, 04.11.2009 - XII ZR 86/07 - Schriftformerfordernis beim Abschluss eines Mietvertrages durch eine AG; Erkennbarkeit der Vertretungsabsicht des unterzeichnenden Vorstandsmitglieds für die anderen Vorstandsmitglieder bei der Unterzeichnung eines Mietvertrags für die AG

Bundesgerichtshof
Urt. v. 04.11.2009, Az.: XII ZR 86/07
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 04.11.2009
Referenz: JurionRS 2009, 27428
Aktenzeichen: XII ZR 86/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Berlin - 10.10.2006 - AZ: 91 O 44/06

KG Berlin - 24.05.2007 - AZ: 8 U 193/06

Rechtsgrundlage:

§ 550 BGB

Fundstellen:

BGHZ 183, 67 - 73

AG 2010, 162-163

BBB 2010, 52

DStR 2010, 282-284

DWW 2010, 78

EBE/BGH 2009, 419-420

EWiR 2010, 177

GuT 2009, 402-404

GWR 2010, 8

Info M 2010, 14

IWR 2010, 69

Konzern 2010, 249

Life&Law 2010, 143-147

MDR 2010, 133-134

MietPrax-AK, § 550 BGB Nr. 29

MietRB 2010, 36-37

MK 2010, 22-23

NJW 2010, 1453-1454 "Mitvertretungszusatz des allein unterschreibenden Vorstands"

NJW-Spezial 2010, 163

NWB 2009, 4072

NWB direkt 2009, 1390

NZG 2010, 105-107

NZM 2010, 82-83

RdW 2010, 320-321

RÜ 2010, 137-139

WM 2010, 428-429

WuM 2010, 185

ZAP EN-Nr. 158/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZfIR 2010, 139-141

ZIP 2010, 185-187

ZMR 2010, 280-281

Amtlicher Leitsatz:

Bei Abschluss eines Mietvertrages durch eine AG ist die Schriftform des § 550 BGB nur gewahrt, wenn alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen oder eine Unterschrift den Hinweis enthält, dass das unterzeichnende Vorstandsmitglied auch die Vorstandsmitglieder vertreten will, die nicht unterzeichnet haben.

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat
auf die mündliche Verhandlung vom 4. November 2009
durch
den Richter Dose,
die Richterin Weber-Monecke,
den Richter Fuchs,
die Richterin Dr. Vézina und
den Richter Schilling
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 8. Zivilsenats des Kammergerichts in Berlin vom 24. Mai 2007 aufgehoben.

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil der Kammer für Handelssachen 91 des Landgerichts Berlin vom 10. Oktober 2006 wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Rechtsmittelinstanzen werden der Beklagten auferlegt.

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