BGH, 04.08.2009 - 1 StR 297/09 - Anforderungen an das Vorliegen eines versuchten Totschlags in minder schwerem Fall; Anforderungen an die Strafzumessung bei Verurteilung wegen versuchtem Totschlags in minder schwerem Fall; Auswirkungen einer vor der versuchten Totschlagshandlung vorausgehenden Provokation durch das Opfer; Rechtliche Ausgestaltung des Vorliegens eines bedingten Tötungsvorsatzes bei Zustechen mit einem Messer in den vorderen Halsbereich des Opfers und anschließender Flucht; Bildung einer geringeren Strafe aufgrund möglicher Bejahung eines Täter-Opfer-Ausgleichs

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 04.08.2009, Az.: 1 StR 297/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 04.08.2009
Referenz: JurionRS 2009, 20770
Aktenzeichen: 1 StR 297/09
 

Fundstellen:

NStZ 2010, 82-83

StraFo 2010, 37

StV 2010, 303

Verfahrensgegenstand:

Versuchter Totschlag u.a.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs
hat
am 4. August 2009
gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts München I vom 9. Januar 2009 im Strafausspruch aufgehoben; die zugrunde liegenden Feststellungen bleiben aufrechterhalten.

  2. 2.

    Die weitergehende Revision wird verworfen.

  3. 3.

    Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere als Schwurgericht zuständige Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

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