BGH, 04.03.2010 - V ZB 130/09 - Möglichkeit der Verpflichtung eines Zustandsstörers zur aktiven Beseitigung der Störung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 04.03.2010, Az.: V ZB 130/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 04.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 13496
Aktenzeichen: V ZB 130/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 23.12.2008 - AZ: 36 T 2377/07

OLG München - 03.08.2009 - AZ: 32 Wx 8/09

Rechtsgrundlagen:

Art. 47 BayAGBGB

Art. 52 Abs. 1 BayAGBGB

§ 242 BGB

§ 1004 Abs. 1 BGB

§ 14 WEG

§ 15 Abs. 3 WEG

Fundstellen:

EBE/BGH 2010, 130-132

I&F 2010, 711

Info M 2010, 443

IWR 2010, 65-66

JZ 2010, 343

MDR 2010, 688-689

MietRB 2010, 171-172

NJ 2011, 26

NJW 2010, 6 "Beseitigungspflicht des Zustandsstörers"

NJW 2010, 2656 "Heckenrückschnitt in Wohnungseigentumsanlage"

NJW-RR 2010, 807-809 "15 Jahre Streit um Heckenrückschnitt in Wohnungseigentumsanlage"

NJW-Spezial 2010, 385

NZM 2010, 365-367

WuM 2010, 254-256

ZfIR 2010, 334

ZMR 2010, 622-624

Amtlicher Leitsatz:

Auch der Zustandsstörer kann zur Beseitigung einer Störung (und nicht bloß zur Duldung der Störungsbeseitigung) verpflichtet sein.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 4. März 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger und
die Richter Dr. Klein, Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Roth
beschlossen:

Tenor:

Auf die sofortige weitere Beschwerde des Antragstellers wird der Beschluss der 36. Zivilkammer des Landgerichts München I vom 23. Dezember 2008 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Behandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Verfahrens der weiteren Beschwerde, an das Landgericht zurückverwiesen.

Der Gegenstandswert des Verfahrens der weiteren Beschwerde beträgt 10.000 EUR.

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