BGH, 03.08.2011 - XII ZB 153/10 - Anspruch auf Protokollierung eines gerichtlichen Vergleichs nach § 127a BGB bei teilweiser oder abschließender Regelung über den Streitgegenstand; Protokollierung eines gerichtlichen Vergleichs bei über den Streitgegenstand hinausgehender Einigung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 03.08.2011, Az.: XII ZB 153/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 03.08.2011
Referenz: JurionRS 2011, 22031
Aktenzeichen: XII ZB 153/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Hamburg-Barmbek - 11.12.2009 - AZ: 891 F 7/09

OLG Hamburg - 29.03.2010 - AZ: 2 WF 14/10

Fundstellen:

BGHZ 191, 1 - 9

AnwBl 2012, 3-4

AnwBl 2011, 242-244

DNotZ 2012, 202-207

FamFR 2011, 470

FamRB 2011, 340-341

FamRZ 2011, 1572-1574

FamRZ 2011, 1648

FF 2011, 424

FPR 2012, 575-578

FuR 2011, 622-624

GuT 2012, 58

JurBüro 2012, 53-54

JZ 2011, 1121-1123

MDR 2011, 1128-1129

Mitt. 2012, 199 "Protokollierung des Vergleichs"

NJ 2011, 6

NJ 2011, 475-476

NJW 2011, 3451-3453

NJW-Spezial 2012, 36

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 127 a; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 1

  1. a)

    Ein Anspruch auf Protokollierung eines gerichtlichen Vergleichs nach § 127 a BGB besteht lediglich insoweit, als die Prozessparteien den Streitgegenstand des Verfahrens teilweise oder abschließend regeln.

  2. b)

    Soweit die Einigung der Parteien darüber hinausgeht, aber noch in einem inneren Zusammenhang mit dem Streitgegenstand steht, liegt es im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts, ob und in welchem Umfang es die Einigung als gerichtlichen Vergleich im Sinne von § 127 a BGB protokolliert.

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 3. August 2011
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne und
die Richter Dose, Dr. Klinkhammer, Schilling und Dr. Günter
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 2. Familiensenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 29. März 2010 wird auf Kosten des Antragstellers zurückgewiesen.

Beschwerdewert: bis 300 €

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