BGH, 03.03.2011 - III ZR 170/10 - Pflicht des freien, bankunabhängigen Anlageberaters zur Aufklärung über ihm zufließende Provisionen für die erfolgreiche Empfehlung einer Fondsanlage; Erforderlichkeit der Aufklärung eines Kunden über die genaue Höhe der Rückvergütung für die Beurteilung des Umsatzinteresses einer Bank

Bundesgerichtshof
Urt. v. 03.03.2011, Az.: III ZR 170/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 03.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 12146
Aktenzeichen: III ZR 170/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Düsseldorf - 19.08.2009 - AZ: 9 O 279/08

OLG Düsseldorf - 08.07.2010 - AZ: I-6 U 136/09

Fundstellen:

AG 2011, 296-298

BB 2011, 1035-1037

BKR 2011, 248-250

DB 2011, 761-763

DB 2011, 7

EWiR 2011, 303

MDR 2011, 597-598

NJW-RR 2011, 913-915

NWB 2011, 1137

NWB direkt 2011, 347

RdW 2011, 401-403

VersR 2011, 1054-1056

VuR 2011, 299-300

WM 2011, 640-642

WuB 2011, 445-447

ZBB 2011, 209

ZBB 2011, 165

ZIP 2011, 607-610

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 675

Zur Pflicht des freien, nicht bankmäßig gebundenen Anlageberaters zur Aufklärung über ihm zufließende Provisionen (Bestätigung des Senatsurteils vom 15. April 2010 - III ZR 196/09, BGHZ 185, 185).

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 3. März 2011
durch
den Vizepräsidenten Schlick und
die Richter Dörr, Hucke, Seiters und Tombrink
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 8. Juli 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsrechtszugs, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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