BGH, 03.03.2010 - XII ZR 131/08 - Wirksamkeit einer formularmäßig vereinbarten Betriebspflicht und Offenhaltungspflicht des Mieters eines Ladengeschäfts in einem Einkaufszentrum bei auferlegter Sortimentsbindung ohne Gewährung von Sortimentsschutz und Konkurrenzschutz

Bundesgerichtshof
Urt. v. 03.03.2010, Az.: XII ZR 131/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 03.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 13642
Aktenzeichen: XII ZR 131/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Halle - 08.01.2008 - AZ: 12 O 50/07

OLG Naumburg - 15.07.2008 - AZ: 9 U 18/08 (Hs)

Fundstellen:

DB 2010, 16

EBE/BGH 2010, 140-143

GuT 2010, 97-100

Info M 2010, 219

JZ 2010, 342-343

MDR 2010, 738-739

MietRB 2010, 161

MietRB 2010, 162

MK 2010, 134

NJ 2010, 337-338

NJW-RR 2010, 1017-1020

NJW-Spezial 2010, 385

NZM 2010, 361-364

RdW 2010, 548-549

ZfIR 2010, 410-414

ZMR 2010, 596-597

Amtlicher Leitsatz:

Zur Wirksamkeit einer formularmäßig vereinbarten Betriebs- und Offenhaltungspflicht des Mieters eines Ladengeschäfts in einem Einkaufszentrum, wenn dem Mieter zugleich eine Sortimentsbindung auferlegt, ihm aber kein Sortiments- und Konkurrenzschutz gewährt wird.

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 3. März 2010
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne,
den Richter Prof. Dr. Wagenitz,
die Richterin Dr. Vézina sowie
die Richter Dr. Klinkhammer und Dr. Günter
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 15. Juli 2008 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

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