BGH, 02.12.2009 - I ZR 152/07 - Steuerrechtliche Vorschriften als Marktverhaltensregelungen; Qualifizierung der Verletzung steuerrechtlicher Vorschriften als wettbewerbsrechtlich unlauter unter Zuhilfenahme des Vorsprungsgedankens

Bundesgerichtshof
Urt. v. 02.12.2009, Az.: I ZR 152/07
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 02.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 34197
Aktenzeichen: I ZR 152/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Stuttgart - 22.02.2007 - AZ: 17 O 169/06

OLG Stuttgart - 30.08.2007 - AZ: 2 U 17/07

Fundstellen:

BFH/NV 2010, 1600

DB 2010, 8

DB 2010, 1285-1288

DStR 2010, 13

EWiR 2010, 547

FStBW 2011, 248-250

FStNds 2011, 326-327

GRUR 2010, 7 "Zweckbetrieb"

GRUR 2010, 654-657 "Zweckbetrieb"

GV/RP 2011, 290-291

JZ 2010, 380

KomVerw/B 2011, 144-145

KomVerw/LSA 2011, 150-152

KomVerw/MV 2011, 151-152

KomVerw/S 2011, 153-154

MDR 2010, 824-825

Mitt. 2010, 316 "Zweckbetrieb"

WRP 2010, 876-880 "Zweckbetrieb"

Verfahrensgegenstand:

Zweckbetrieb

Amtlicher Leitsatz:

Steuerrechtliche Vorschriften stellen grundsätzlich keine Marktverhaltensregelungen dar. Ihre Verletzung kann auch nicht unter Zuhilfenahme des Vorsprungsgedankens als wettbewerbsrechtlich unlauter angesehen werden.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 2. Dezember 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert, Dr. Bergmann und Dr. Kirchhoff
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 30. August 2007 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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