BGH, 02.11.2011 - XII ZB 317/11 - Verpflichtung eines Rechtsanwalts zur Überprüfung der korrekten Notierung der Begründungsfrist bei Vorlage einer Handakte zur Wahrung der Beschwerdefrist

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.11.2011, Az.: XII ZB 317/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 28579
Aktenzeichen: XII ZB 317/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Prenzlau - 18.02.2011 - AZ: 7 F 91/10

OLG Brandenburg - 23.05.2011 - AZ: 10 UF 102/11

Fundstellen:

AnwBl 2012, 95

FA 2012, 18

FamRB 2012, 79-80

FamRZ 2012, 108

FF 2012, 42

FuR 2012, 92-93

JurBüro 2012, 556

MDR 2012, 47

Mitt. 2012, 246 "Notierung der Begründungsfrist"

NJW 2011, 6 "Umfang anwaltlicher Prüfpflicht"

NJW-RR 2012, 293-294

NJW-Spezial 2012, 31

RENOpraxis 2012, 85

ZAP 2012, 259

ZAP EN-Nr. 164/2012

Amtlicher Leitsatz:

FamFG § 117 Abs. 5; ZPO § 233 Fb

Wird dem Rechtsanwalt die Handakte zur Wahrung der Beschwerdefrist vorgelegt, hat er stets auch die korrekte Notierung der Begründungsfrist zu prüfen (im Anschluss an die Senatsbeschlüsse vom 11. Februar 2004 XII ZB 263/03 - FamRZ 2004, 696 und vom 19. Oktober 2011 XII ZB 250/11 - zur Veröffentlichung bestimmt).

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. November 2011 durch den Richter Dose, die Richterinnen Weber-Monecke und Dr. Vézina sowie die Richter Schilling und Dr. Günter

beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 2. Senats für Familiensachen des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 23. Mai 2011 wird auf Kosten der Antragsgegnerinnen verworfen.

Beschwerdewert: bis 10.000 €

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