BGH, 02.08.2011 - 3 StR 199/11 - Bedeutung der Unrechtseinsichtsfähigkeit und des Hemmungsvermögens für die Schuldfähigkeitsbeurteilung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.08.2011, Az.: 3 StR 199/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.08.2011
Referenz: JurionRS 2011, 23129
Aktenzeichen: 3 StR 199/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Düsseldorf - 26.01.2011

Fundstelle:

NStZ 2012, 44

Verfahrensgegenstand:

Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.

Redaktioneller Leitsatz:

Die Beurteilung der Schuldfähigkeit richtet sich danach, ob der Täter aufgrund einer bestimmten psychischen Verfassung in der Lage war, einer konkreten Tat Unrechtseinsicht und Hemmungsvermögen entgegenzusetzen.
Dabei kann sich ein bestimmtes psychisches Störungsbild bei Begehung verschiedenartiger Straftaten jeweils unterschiedlich auswirken.

Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 2. August 2011
einstimmig beschlossen:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 26. Januar 2011 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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