BGH, 02.02.2010 - VI ZB 58/09 - Verpflichtung eines Rechtsanwalts zur Sicherstellung der Vermerkung einer Rechtsmittelfrist in der Handakte und im Fristenkalender vor Rückgabe eines Empfangsbekenntnisses

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.02.2010, Az.: VI ZB 58/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 11260
Aktenzeichen: VI ZB 58/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bochum - 18.02.2009 - AZ: 6 O 368/07

OLG Hamm - 24.07.2009 - AZ: I-26 U 65/09

Rechtsgrundlage:

§ 85 Abs. 2 ZPO

Fundstellen:

AnwBl 2010, 532

DStR 2010, 12

FamRZ 2010, 635

JurBüro 2010, 391-392

JZ 2010, 192

MDR 2010, 586

Mitt. 2010, 257 "Rücksendung des Empfangsbekenntnisses"

NJW 2010, 1080-1081

PA 2010, 65-66

RENOpraxis 2010, 107

ZAP EN-Nr. 301/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

Amtlicher Leitsatz:

Der Rechtsanwalt darf das Empfangsbekenntnis nur unterzeichnen und zurückgeben, wenn sichergestellt ist, dass in den Handakten die Rechtsmittelfrist festgehalten und vermerkt ist, dass die Frist im Fristenkalender notiert worden ist.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 2. Februar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 26. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 24. Juli 2009 wird auf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen.

Beschwerdewert: 221.312,00 EUR

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