BGH, 01.07.2010 - IX ZR 40/07 - Anforderung an die Vorgehensweise eines Rechtsanwalts zur Vermeidung der Anspruchsverjährung des geschädigten Mandanten; Pflicht zur Verhinderung der Entstehung von Unklarheiten innerhalb des Hemmungstatbestandes der Verhandlungsführung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 01.07.2010, Az.: IX ZR 40/07
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 01.07.2010
Referenz: JurionRS 2010, 19707
Aktenzeichen: IX ZR 40/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Gießen - 14.02.2006 - AZ: 2 O 520/05

OLG Frankfurt am Main - 07.02.2007 - AZ: 19 U 59/06

Fundstelle:

BRAK-Mitt 2010, 211

Redaktioneller Leitsatz:

Ein Rechtsanwalt ist im Regelfall nur verpflichtet, Unklarheiten innerhalb des Hemmungstatbestandes der Verhandlungsführung nicht entstehen zu lassen. Einer zusätzlichen baldigen Rechtsverfolgung bedarf es daher grundsätzlich nicht.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser, Dr. Pape und Grupp
am 1. Juli 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 7. Februar 2007 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf 254.542,86 € festgesetzt.

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