BGH, 01.03.2010 - II ZR 13/09 - Erforderlichkeit der Passivierung eines durch einen Gesellschafter aufgrund eines Versprechens im Gesellschaftsvertrag neben der Einlage gewährten Darlehens; Erforderlichkeit einer ausdrücklichen Erklärung des qualifizierten Rangrücktritts zur Vermeidung einer Passivierung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 01.03.2010, Az.: II ZR 13/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 01.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 15823
Aktenzeichen: II ZR 13/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Aachen - 13.07.2007 - AZ: 43 O 10/07

OLG Köln - 11.12.2008 - AZ: 18 U 138/07

Rechtsgrundlagen:

§ 30 GmbHG a.F.

§ 31 GmbHG a.F.

§ 39 Abs. 2 InsO a.F.

Fundstellen:

BB 2010, 1850

DB 2010, 1233-1234

DB 2010, 6

DStR 2010, 11

DStR 2010, 1245-1247

EWiR 2010, 491

GmbHR 2010, 752-753

GmbH-StB 2010, 193

JuS 2010, 824-825

KSI 2010, 235

MDR 2010, 878-879

NJW-RR 2010, 955-956

NWB 2010, 1808

NWB direkt 2010, 629

NZG 2010, 701-702

NZI 2010, 6

NZI 2010, 867-869

NZI 2010, 48

StBW 2010, 569

StuB 2011, 191

StX 2010, 398-399

WM 2010, 1080-1081

WPg 2010, 796

ZBB 2010, 311-312

ZInsO 2010, 1069-1070

ZIP 2010, 1078-1080

Amtlicher Leitsatz:

GmbHG (i.d.F. vor 1. November 2008) §§ 30, 31

Darlehen, die ein Gesellschafter aufgrund eines Versprechens im Gesellschaftsver-trag neben der Einlage gewährt hat ("gesplittete Einlage"), sind in der Überschul-dungsbilanz zu passivieren, soweit nicht ausdrücklich ein - bis zum Inkrafttreten des MoMiG sog. qualifizierter - Rangrücktritt erklärt ist.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat
am 1. März 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und
die Richter Dr. Strohn, Dr. Reichart, Dr. Drescher und Bender
einstimmig beschlossen:

Tenor:

Die Parteien werden darauf hingewiesen, dass der Senat beabsichtigt, die Revision des Klägers durch Beschluss gemäß § 552 a ZPO zurückzuweisen.

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