BFH, 29.09.2011 - IV B 122/09 - Gehörsverletzung bei Abkürzung der Ladungsfrist wegen neuer Terminierung auf einen Tag vor dem ursprünglich anberaumten nach einem Antrag auf Terminsverlegung

Bundesfinanzhof
Beschl. v. 29.09.2011, Az.: IV B 122/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 29.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 31559
Aktenzeichen: IV B 122/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Hessen - 07.09.2009 - AZ: 2 K 2540/08

Fundstelle:

BFH/NV 2012, 419-421

Redaktioneller Leitsatz:

1.

Eine nur geringfügige Abkürzung der Ladungsfrist (§ 91 Abs. 1 Satz 2 FGO) um einen Tag führt nicht zu einem Gehörsverstoß des FG.

2.

Das FG hat mit seiner Entscheidung, einen Termin trozt des Fehlens des Prozessbevollmächtigten der Klägerin aufrechtzuerhalten, die Grenzen seines Ermessens nicht überschritten, wenn der Prozessbevollmächtigte der Klägerin keinen ausdrücklichen Antrag auf Aufhebung oder Verlegung des Termins gestellt hat (näher hierzu BFH-Beschluss vom 19. August 2005 IV B 191/03, BFH/NV 2005, 2243).

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