BFH, 26.10.2010 - VII R 50/09 - Gewährung einer Steuerentlastung für Energieerzeugnisse i.R. ihrer Verwendung für chemische Reduktionsverfahren; Steuerentlastungsanspruch eines lediglich keramische Pulver als Vorprodukt herstellendes Unternehmen

Bundesfinanzhof
Urt. v. 26.10.2010, Az.: VII R 50/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 26.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29597
Aktenzeichen: VII R 50/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Hamburg - 17.09.2009 - AZ: 4 K 60/08

Fundstellen:

BFHE 231, 443 - 450

BB 2011, 85

BB 2011, 230-231

BFH/NV 2011, 366-369

BFH/PR 2011, 158

DStRE 2011, 239

HFR 2011, 175-177

IR 2011, 66-67

NWB 2011, 14

NWB direkt 2011, 12

StB 2011, 7

StX 2011, 182-183

ZfZ 2011, 23-26

Jurion-Abstract 2010, 225121 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Die Gewährung einer Steuerentlastung für Energieerzeugnisse, die für chemische Reduktionsverfahren verwendet werden, setzt voraus, dass die in solchen Verfahren eingesetzten Energieerzeugnisse noch einem anderen Verwendungszweck als ausschließlich der Erzeugung von Wärme durch Verheizen dienen.

  2. 2.

    Ein Unternehmen, das lediglich keramische Pulver als Vorprodukte zur Herstellung von keramischen Erzeugnissen herstellt, ohne die erzeugten Vorprodukte selbst zu keramischen Endprodukten weiterzuverarbeiten, kann eine Steuerentlastung nach § 51 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a EnergieStG nicht beanspruchen.

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