BFH, 21.04.2010 - VI R 29/08 - Fehlende Korrekturberechtigung bei vorsätzlich fehlerhaft abgegebener Lohnsteuer-Anmeldung und Zurechenbarkeit des Arbeitgebers; Haftung des Arbeitgebers für von einer Angestellten hinterzogenen Lohnsteuer

Bundesfinanzhof
Urt. v. 21.04.2010, Az.: VI R 29/08
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 21.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 18691
Aktenzeichen: VI R 29/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Bremen - 21.05.2008 - AZ: 2 K 74/07 (1)

Fundstellen:

BFHE 229, 224 - 228

AO-StB 2010, 267-268

AuA 2010, 478

AuA 2011, 311

BB 2010, 1757

BBK 2010, 849

BFH/NV 2010, 1538-1540

BFH/PR 2010, 374

BStBl II 2010, 833-835 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 1503-1504

DStR 2010, 1427-1428

DStRE 2010, 899

DStZ 2010, 581

EStB 2010, 287

FR 2010, 950-952

HFR 2010, 942-943

KÖSDI 2010, 17059

LGP 2010, 127

NWB 2010, 2283

NWB direkt 2010, 769

NZA 2010, 994

NZA-RR 2010, 651-652

PERSONALmagazin 2010, 63

PStR 2010, 209-210

RdW 2010, 656-658

StB 2010, 258

StBW 2010, 687-688

steueranwaltsmagazin 2011, 34

StuB 2010, 601

StX 2010, 455

V&S 2010, 10

wistra 2010, 359-360

Jurion-Abstract 2010, 224842 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

Der Haftungsausschluss nach § 42d Abs. 2 i.V.m. § 41c Abs. 4 EStG setzt stets eine Korrekturberechtigung i.S. des § 41c Abs. 1 EStG voraus. Daran fehlt es, wenn eine Lohnsteuer-Anmeldung vorsätzlich fehlerhaft abgegeben worden war und dies dem Arbeitgeber zuzurechnen ist (§ 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG).

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