BFH, 21.04.2010 - VI R 26/09 - Übernahme der Kosten des Haushalts durch den Arbeitnehmer als zwingende Voraussetzung für einen eigenen Hausstand für eine Berücksichtigung von Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung; Eigener Hausstand eines ledigen Steuerpflichtigen in Form eines Hausstandes am Wohnsitz der Eltern

Bundesfinanzhof
Urt. v. 21.04.2010, Az.: VI R 26/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 21.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 21557
Aktenzeichen: VI R 26/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG München - 04.09.2008 - AZ: 15 K 456/08

Fundstellen:

BFHE 230, 5 - 8

AuA 2010, 537

AuR 2010, 445

AUR 2010, 445

BBK 2010, 852

BFH/NV 2010, 1894-1896

BFH/PR 2010, 419

BStBl II 2012, 618-620 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 1801-1802

DStR 2010, 1667-1668

DStRE 2010, 1027

DStZ 2010, 662

DWW 2011, 38

EStB 2010, 329

FamRZ 2010, 1661

FR 2011, 34

HFR 2010, 1030-1031

KÖSDI 2010, 17109

KSR direkt 2010, 6

NJW 2010, 3390-3391

NWB 2010, 2684-2685

NWB direkt 2010, 890-891

NZA-RR 2011, 36-37

RdW 2010, 719-721

StBW 2010, 769-770

StC 2010, 9-10

steueranwaltsmagazin 2010, 234

STFA 2010, 30-31

StX 2010, 517

ZAP 2010, 1159

ZAP EN-Nr. 742/2010

Jurion-Abstract 2010, 224841 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

Unterhalten eines eigenen Hausstands bei doppelter Haushaltsführung

Die Frage, ob ein alleinstehender Arbeitnehmer einen eigenen Hausstand i.S. des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 2 EStG unterhält, entscheidet sich unter Einbeziehung und Gewichtung aller tatsächlichen Verhältnisse im Rahmen einer den Finanzgerichten als Tatsacheninstanz obliegenden Gesamtwürdigung. Dabei ist der Umstand, ob der Arbeitnehmer für die Kosten des Haushalts aufkommt, zwar ein besonders gewichtiges Indiz, aber keine zwingende Voraussetzung im Sinne einer conditio sine qua non.

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