BFH, 20.05.2010 - VI R 53/09 - Bücher als Arbeitsmittel eines Lehrers im Hinblick auf eine überwiegend berufliche Nutzung; Geltung der allgemeinen Grundsätze zur steuerlichen Behandlung von Arbeitsmitteln in Bezug auf Bücher als Arbeitsmittel eines Lehrers

Bundesfinanzhof
Urt. v. 20.05.2010, Az.: VI R 53/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.05.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25671
Aktenzeichen: VI R 53/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Rheinland-Pfalz - 02.10.2008 - AZ: 4 K 2895/04

Fundstellen:

BFHE 230, 317 - 321

AfP 2011, 101-102

AuA 2010, 719

BB 2010, 2725

BBK 2010, 1106

BeSt 2011, 4

BFH/NV 2010, 2316-2318

BFH/PR 2011, 8

BStBl II 2011, 723-725 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 2371-2373

DStRE 2010, 1362-1363

DStZ 2010, 855-856

EStB 2010, 443

FR 2011, 238

GStB 2011, 2

GStB 2011, 1

HFR 2010, 1282-1284

KÖSDI 2010, 17185

KSR direkt 2010, 5

NJW 2011, 799-800

NWB 2010, 3512

NWB direkt 2010, 1126

RdW 2011, 38-40

SchuR 2011, 21

StB 2010, 418

StBW 2010, 1017-1018

StC 2011, 12

STFA 2010, 25-27

SWK 2010, 1406

WISO-SteuerBrief 2011, 3-4

ZFE 2011, 144-145

Jurion-Abstract 2010, 224910 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Arbeitsmittel sind Wirtschaftsgüter, die unmittelbar zur Erledigung der dienstlichen Aufgaben dienen. Hierzu können auch Zeitschriften und Bücher zählen, wenn die Literatur ausschließlich oder zumindest weitaus überwiegend beruflich genutzt wird.

  2. 2.

    Die allgemeinen Grundsätze zur steuerlichen Behandlung von Arbeitsmitteln gelten auch, wenn zu entscheiden ist, ob Bücher als Arbeitsmittel eines Lehrers zu würdigen sind. Dabei ist die Eigenschaft eines Buchs als Arbeitsmittel nicht ausschließlich danach zu bestimmen, in welchem Umfang der Inhalt eines Schriftwerks in welcher Häufigkeit Eingang in den abgehaltenen Unterricht gefunden hat. Auch die Verwendung der Literatur zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung oder die Anschaffung von Büchern und Zeitschriften für eine Unterrichtseinheit, die nicht abgehalten worden ist, kann eine ausschließliche oder zumindest weitaus überwiegende berufliche Nutzung der Literatur begründen.

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