BFH, 20.05.2010 - IV R 74/07 - Aussetzung des Klageverfahrens während der Anhängigkeit des finanzgerichtlichen Rechtsstreits über die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung bei Ergehen eines geänderten Feststellungsbescheids; Auswirkungen der außergerichtlichen oder gerichtlichen Überprüfung des Änderungsbescheids auf das anhängige Klageverfahren; Abgrenzung von entgeltlicher und unentgeltlicher Übertragung von Kapitalgesellschaftsanteilen

Bundesfinanzhof
Urt. v. 20.05.2010, Az.: IV R 74/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.05.2010
Referenz: JurionRS 2010, 19724
Aktenzeichen: IV R 74/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Münster - 25.10.2006 - AZ: 1 K 538/03 F

Fundstellen:

BFHE 229, 71 - 82

BB 2010, 2105-2106

BB 2010, 1885

BFH/NV 2010, 1736-1740

BFH/PR 2010, 453

BStBl II 2010, 1104-1109 (Volltext mit amtl. LS)

BStBl II 2011, 1104-1109

DB 2010, 1628

DStRE 2010, 1010-1014

EStB 2010, 323-324

GmbHR 2010, 992-996

GmbH-StB 2010, 251

GStB 2010, 37

HFR 2010, 1202-1206

KÖSDI 2010, 17102

NJW-RR 2010, 1702-1704

NWB 2010, 2598

NWB direkt 2010, 868

NZG 2010, 1239-1240

StB 2010, 302

StBW 2010, 884-885

StuB 2011, 482

StX 2010, 491-492

WPg 2010, 989-990

ZBB 2010, 435

Jurion-Abstract 2010, 224905 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Das Klageverfahren ist analog § 74 FGO auszusetzen, wenn während der Anhängigkeit des finanzgerichtlichen Rechtsstreits über die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung ein geänderter Feststellungsbescheid ergeht und der Adressat dieses Bescheides Einspruch einlegt; dies gilt selbst dann, wenn der Änderungsbescheid (hier: Ergänzungsbescheid) zwar einen anderen Regelungsgegenstand (Streitgegenstand) betrifft, dessen außergerichtliche oder gerichtliche Überprüfung jedoch Auswirkungen auf das anhängige Klageverfahren haben kann.

  2. 2.

    Zur Abgrenzung von entgeltlicher und unentgeltlicher Übertragung von Kapitalgesellschaftsanteilen.

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