BFH, 18.06.2009 - VI R 14/07 - Bestehen eines hinreichend veranlassten Zusammenhangs mit einer bestimmten Erwerbstätigkeit bei einer erstmaligen Berufsausbildung; Abzug von Aufwendungen als Werbungskosten für ein Erststudium nach abgeschlossener Berufsausbildung

Bundesfinanzhof
Urt. v. 18.06.2009, Az.: VI R 14/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 21562
Aktenzeichen: VI R 14/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 07.11.2006 - AZ: 8 K 353/06

Fundstellen:

BFHE 225, 393 - 398

AuA 2009, 663

BFH/NV 2009, 1875-1877

BFH/PR 2009, 405

BStBl II 2010, 816-818 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2009, 2073-2074

DStR 2009, 1952-1954

DStRE 2009, 1219-1220

DStZ 2009, 748-749

EStB 2009, 338

EStB 2009, 410

GStB 2009, 42

GStB 2010, 147

HFR 2009, 1070-1071

JuS-Magazin 2009, 4

KÖSDI 2009, 16671

KSR direkt 2009, 3

MBP 2010, 95

NJ 2009, 526-527

NJW 2009, 3390-3391

NWB 2009, 2307

NWB 2009, 3011

NWB 2010, 733

NWB 2009, 3081

NWB direkt 2009, 785

NWB direkt 2009, 993

NWB direkt 2010, 227

NWB direkt 2009, 1015

NZA-RR 2009, 600-602

RdW 2009, 719-721

SJ 2009, 6-7

StB 2009, 62

StB 2009, 378

StBW 2009, 3-4

StC 2009, 7-8

StuB 2009, 743

StX 2009, 595-596

WISO-SteuerBrief 2009, 1

ZFE 2009, 420-421

Jurion-Abstract 2009, 224310 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    § 12 Nr. 5 EStG bestimmt in typisierender Weise, dass bei einer erstmaligen Berufsausbildung ein hinreichend veranlasster Zusammenhang mit einer bestimmten Erwerbstätigkeit fehlt. Die Vorschrift enthält jedoch kein Abzugsverbot für erwerbsbedingte Aufwendungen.

  2. 2.

    In verfassungskonformer Auslegung steht § 12 Nr. 5 EStG einem Abzug von Aufwendungen als Werbungskosten für ein Erststudium nach abgeschlossener Berufsausbildung nicht entgegen.

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