BFH, 17.09.2009 - VI R 24/08 - Wertung eines Veräußerungsverlusts aus einer Kapitalbeteiligung am Arbeitgeber als Werbungskosten oder negative Einnahmen bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit; Begriff der Werbungskosten; Berücksichtigung privater Vermögensverluste unter Beachtung des objektiven Nettoprinzips als Erwerbsaufwand

Bundesfinanzhof
Urt. v. 17.09.2009, Az.: VI R 24/08
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 26579
Aktenzeichen: VI R 24/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Düsseldorf - 20.03.2008 - AZ: 16 K 4752/05 E

Fundstellen:

BFHE 226, 321 - 329

AuR 2010, 274

AUR 2010, 274

BB 2009, 2677

BB 2010, 2775

BFH/NV 2010, 101-104

BFH/PR 2010, 48

BStBl II 2010, 198-202 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2009, 2758-2759

DStR 2009, 2526-2529

DStRE 2010, 52

DStZ 2010, 9-10

EStB 2010, 9

FR 2010, 239-242

HFR 2010, 119-120

KÖSDI 2010, 16796

LGP 2010, 40

NWB 2009, 3888-3889

NWB direkt 2009, 1334-1335

NZA 2010, 268

NZA-RR 2010, 151-153

NZG 2010, 278-280

stak 2010, 1

StB 2010, 1

StBW 2009, 3-4

StBW 2010, 57-58

StC 2010, 7

StuB 2009, 927

StX 2009, 773

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZAP EN-Nr. 167/2010

ZBB 2010, 60

ZIP 2010, 600

Jurion-Abstract 2009, 224586 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Ein Veräußerungsverlust aus einer Kapitalbeteiligung am Arbeitgeber führt nicht allein deshalb zu Werbungskosten oder negativen Einnahmen bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, weil die Beteiligung wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses veräußert wurde.

  2. 2.

    Erforderlich ist vielmehr, dass ein solcher Verlust in einem einkommensteuerrechtlich erheblichen Veranlassungszusammenhang zum Arbeitsverhältnis steht und nicht auf der Nutzung der Beteiligung als Kapitalertragsquelle beruht.

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