BFH, 17.06.2010 - III R 43/06 - Rücklage für die künftige Anschaffung eines neuen beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens im Wege der Bilanzänderung zur Kompensation eines Betriebsprüfungsmehrergebnisses; Voraussetzung eines Finanzierungszusammenhangs zwischen der Investition und der Rücklagebildung; Voraussetzung für das Vorliegen eines Finanzierungszusammenhangs

Bundesfinanzhof
Urt. v. 17.06.2010, Az.: III R 43/06
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 26903
Aktenzeichen: III R 43/06
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Münster - 27.01.2005 - AZ: 12 K 4155/03 E, G

Fundstellen:

BFHE 230, 517 - 523

BB 2010, 3144-3145

BBK 2011, 6

BFH/NV 2011, 104-107

BFH/PR 2011, 40

DB 2010, 2589-2590

DStRE 2010, 1481-1483

DStZ 2011, 3-4

EStB 2011, 4

FR 2010, 1151

GStB 2011, 120-121

GStB 2011, 2

HFR 2011, 150-152

KoR 2011, 175

KÖSDI 2010, 17227

KSR direkt 2010, 3

NWB 2010, 3770

NWB direkt 2010, 1200

StB 2011, 1

StBW 2010, 1057-1058

StC 2011, 7

StuB 2010, 879-880

StX 2010, 725-726

V&S 2011, 5-6

WPg 2011, 34-36

Jurion-Abstract 2010, 224933 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Eine Rücklage für die künftige Anschaffung eines neuen beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens (Ansparabschreibung) konnte auch nachträglich im Wege der Bilanzänderung zur Kompensation eines Betriebsprüfungsmehrergebnisses gebildet werden.

  2. 2.

    Die Rücklage setzt materiell einen Finanzierungszusammenhang zwischen der Investition und der Rücklagebildung voraus. An diesem Finanzierungszusammenhang fehlt es, wenn die Rücklage mehr als zwei Jahre nach der Investition gebildet wird; dieser Zeitabstand ist taggenau zu berechnen.

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