BFH, 17.02.2010 - I R 52/09 - Auswirkungen eines rückwirkenden Ereignisses auf eine Steuerfestsetzung; Unterschiedlicher Zinslauf durch nachträgliche Aktivierung von Forderungen in einer geänderten Bilanz

Bundesfinanzhof
Urt. v. 17.02.2010, Az.: I R 52/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 17515
Aktenzeichen: I R 52/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Hamburg - 19.11.2008 - AZ: 6 K 173/07

Fundstellen:

BFHE 229, 1 - 5

AO-StB 2010, 232

BB 2010, 2679

BFH/NV 2010, 1522-1523

BFH/PR 2010, 399

BStBl II 2011, 340-342 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 6

DB 2010, 1378-1379

DStR 2010, 10

DStRE 2010, 886-888

DStZ 2010, 548-549

FR 2010, 1043

GStB 2010, 29

HFR 2010, 905-907

KoR 2010, 422

KÖSDI 2010, 17031

NWB 2010, 2117

NWB direkt 2010, 723

StB 2010, 262

StBW 2010, 577

StC 2010, 12

StuB 2010, 642

WPg 2010, 786-787

Jurion-Abstract 2010, 224754 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Eine Steuerfestsetzung kann nur dann auf einem rückwirkenden Ereignis beruhen, wenn das rückwirkende Ereignis tatsächlich zu einer abweichenden Steuerfestsetzung geführt hat.

  2. 2.

    Aktiviert ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in einer geänderten Bilanz nachträglich Forderungen und führt er die dadurch ausgelöste Gewinnerhöhung entsprechend seiner Satzung den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung zu, löst dies keine unterschiedlichen Zinsläufe aus.

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