BFH, 16.11.2011 - VI R 46/10 - Hypothese über die vom unvoreingenommenen, verständigen Verkehrsteilnehmer gewählte Straßenverbindung zur Ermittlung ihrer Eigenschaft als "offensichtlich" verkehrsgünstiger im einkommenssteuerrechtlichen Sinne

Bundesfinanzhof
Urt. v. 16.11.2011, Az.: VI R 46/10
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 33745
Aktenzeichen: VI R 46/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Düsseldorf - 31.08.2009 - AZ: 11 K 242/08 E

Fundstellen:

BFHE 236, 57 - 61

BB 2012, 623

BB 2012, 413

BeSt 2012, 19-20

BFH/NV 2012, 505-506

BFH/PR 2012, 109

BStBl II 2012, 470-472 (Volltext mit amtl. LS)

DAR 2012, 169-171

DB 2012, 321-323

DStRE 2012, 336-337

EStB 2012, 83

FR 2012, 360-362

GStB 2012, 21

HFR 2012, 276-277

NJW 2012, 1392

NWB 2012, 539

NWB direkt 2012, 152

NZA-RR 2012, 265-266

RdW 2012, 196-198

StB 2012, 58

StC 2012, 9

StuB 2012, 162

StX 2012, 100

Jurion-Abstract 2011, 251215 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    "Offensichtlich" verkehrsgünstiger i.S. des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 4 EStG ist die vom Arbeitnehmer gewählte Straßenverbindung, wenn sich jeder unvoreingenommene, verständige Verkehrsteilnehmer unter den gegebenen Verkehrsverhältnissen für die Benutzung der Strecke entschieden hätte.

  2. 2.

    Zu vergleichen sind die kürzeste und die vom Arbeitnehmer regelmäßig für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzte längere Straßenverbindung. Weitere mögliche, vom Arbeitnehmer tatsächlich aber nicht benutzte Fahrtstrecken zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bleiben dagegen unberücksichtigt.

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