BFH, 15.12.2010 - VIII R 50/09 - Zurechnung von Einkünften aus einer Tätigkeit als Insolvenzverwalter oder aus der Zwangsverwaltung von Liegenschaften den Einkünften aus sonstiger selbstständiger Arbeit; Tätigkeit eines Insolvenzverwalters, Zwangsverwalters und Vergleichsverwalters als vermögensverwaltende Tätigkeit; Abgrenzung von zulässiger Mitarbeiterbeschäftigung und gebotener höchstpersönlicher Berufsausübung des Insolvenzverwalters

Bundesfinanzhof
Urt. v. 15.12.2010, Az.: VIII R 50/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 35034
Aktenzeichen: VIII R 50/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 18.08.2009 - AZ: 13 K 47/06

Fundstellen:

BFHE 232, 162 - 174

AnwBl 2011, 399

BB 2011, 870-873

BB 2011, 726 (Pressemitteilung)

BFH/NV 2011, 895-899

BFH/PR 2011, 174

BRAK-Mitt 2011, 163-168

BStBl II 2011, 506-511 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 684

DStR 2011, 563-569

DStRE 2011, 461

EStB 2011, 131

EWiR 2011, 251

FR 2011, 524-529

GewArch 2011, 223

GK 2011, 212-213

GK/BW 2012, 150-151 (Pressemitteilung)

GStB 2011, 149

GStB 2011, 22

HFR 2011, 758-762

KÖSDI 2011, 17377

KSI 2011, 139

KSR direkt 2011, 3

MBP 2011, 75

NJW 2011, 1628-1632

NVwZ 2011, 7

NWB 2011, 954

NWB 2011, 1138-1139

NWB direkt 2011, 280

NWB direkt 2011, 348

NZI 2011, 301-304

StB 2011, 98

StBp 2011, 177

StBW 2011, 293-294

SteuerStud 2011, 165

StuB 2011, 272

StX 2011, 701-702

SWK 2011, 820

V&S 2011, 5

WPg 2011, 432-433

ZAP 2011, 651-652

ZInsO 2011, 636-640

ZIP 2011, 582-587

ZKF 2011, 5-6 (Pressemitteilung)

Jurion-Abstract 2010, 225201 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Einkünfte aus einer Tätigkeit als Insolvenzverwalter oder aus der Zwangsverwaltung von Liegenschaften sind, auch wenn sie von Rechtsanwälten erzielt werden, grundsätzlich den Einkünften aus sonstiger selbständiger Arbeit i.S. des § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG zuzurechnen.

  2. 2.

    Dies gilt auch dann, wenn der Insolvenzverwalter oder Zwangsverwalter die Tätigkeit unter Einsatz vorgebildeter Mitarbeiter ausübt, sofern er dabei selbst leitend und eigenverantwortlich tätig bleibt; insoweit ist § 18 Abs. 1 Nr. 1 Sätze 3 und 4 EStG entsprechend anzuwenden (Aufgabe der Rechtsprechung zur sog. Vervielfältigungstheorie).

Diese Artikel im Bereich Wirtschaft und Gewerbe könnten Sie interessieren

KG Berlin zur nachträglichen Installation eines GmbH-Aufsichtsrats

KG Berlin zur nachträglichen Installation eines GmbH-Aufsichtsrats

Streit kommt bekanntlich in den besten Familien vor und natürlich auch unter den Gesellschaftern einer GmbH. Vor dem Kammergericht Berlin stritten sich GmbH-Gesellschafter über die nachträgliche… mehr

Haftung GmbH Geschäftsführer: 5 goldene Regeln und Haftungsvermeidungsstrategien

Haftung GmbH Geschäftsführer: 5 goldene Regeln und Haftungsvermeidungsstrategien

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) privilegiert ihre Gesellschafter und nicht ihren Geschäftsführer. Dieser hat als Organ fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen und dabei die… mehr

Der Anspruch einzelner Gesellschafter auf die Verlegung einer Gesellschafterversammlung

Der Anspruch einzelner Gesellschafter auf die Verlegung einer Gesellschafterversammlung

Es ist nicht immer leicht einen Termin für eine anstehende Gesellschafterversammlung zu finden, der tatsächlich allen Gesellschaftern passt. Unter welchen Umständen ein verhinderter Gesellschafter… mehr