BFH, 14.12.2011 - I R 108/10 - Abschreibung von Ablösezahlungen als Anschaffungskosten durch den Fußballverein im Zusammenhang mit dem Wechsel von Lizenzspielern

Bundesfinanzhof
Urt. v. 14.12.2011, Az.: I R 108/10
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 14.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 33179
Aktenzeichen: I R 108/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Mecklenburg-Vorpommern - 10.11.2010 - AZ: 1 K 466/07

Fundstellen:

BFHE 236, 117 - 127

BB 2012, 505

BFH/NV 2012, 512-516

BFH/PR 2012, 107

BStBl II 2012, 238-243 (Volltext mit amtl. LS)

DStR 2012, 229-234

DStRE 2012, 256

DStZ 2012, 134

EStB 2012, 190

EStB 2012, 79-80

FR 2012, 213-218

GStB 2012, 22

HFR 2012, 267-270

KÖSDI 2012, 17801

KSR direkt 2012, 2

NJW 2012, 10

NWB 2012, 538

NWB direkt 2012, 151

NZG 2012, 5

SpuRt 2012, 127-130

StB 2012, 57

StBW 2012, 97

StBW 2012, 113-114

SteuerStud 2012, 133

StuB 2012, 158

StX 2012, 86-87

SWK 2012, 425

V&S 2012, 8

wistra 2012, 5

WPg 2012, 348-351

WPg 2012, 298 (Pressemitteilung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Ablösezahlungen, die von Vereinen der Fußball-Bundesliga im Zusammenhang mit dem Wechsel von Lizenzspielern an die abgebenden Vereine gezahlt werden, sind als Anschaffungskosten auf das immaterielle Wirtschaftsgut der exklusiven Nutzungsmöglichkeit "an dem Spieler" zu aktivieren und auf die Vertragslaufzeit abzuschreiben (Bestätigung und Fortentwicklung des Senatsurteils vom 26. August 1992 I R 24/91, BFHE 169, 163, [BFH 26.08.1992 - I R 24/91] BStBl II 1992, 977).

  2. 2.

    Werden zusätzlich Provisionen an Spielervermittler gezahlt, handelt es sich um aktivierungspflichtige Anschaffungskosten. Nicht zu aktivieren sind Provisionen, die im Zusammenhang mit der ablösefreien Verpflichtung eines Spielers gezahlt werden; das Gleiche gilt in Bezug auf die nach den Statuten des Deutschen Fußballbundes für die Verpflichtung bisheriger Amateure und Vertragsamateure an deren frühere Vereine zu leistenden Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen.

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