BFH, 09.02.2012 - V R 40/10 - Einordnung einer Holdinggesellschaft als Unternehmer bei nachhaltigem Erbringen von Leistungen gegen Entgelt

Bundesfinanzhof
Urt. v. 09.02.2012, Az.: V R 40/10
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.02.2012
Referenz: JurionRS 2012, 11241
Aktenzeichen: V R 40/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG München - 28.01.2009 - AZ: 3 K 3141/05

Rechtsgrundlage:

§ 15 Abs. 4 UStG

Fundstellen:

BFHE 236, 258 - 267

BB 2012, 669 (Pressemitteilung)

BBK 2012, 304

BFH/NV 2012, 681-685

BFH/PR 2012, 170

BStBl II 2012, 844-848 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2012, 614-616

DB 2012, 14

DStR 2012, 518-522

DStRE 2012, 523-524

DStZ 2012, 253-254

GmbHR 2012, 93

GStB 2012, 256

GWR 2012, 165

HFR 2012, 429-432

KÖSDI 2012, 17844

NWB 2012, 877

NWB direkt 2012, 250

StB 2012, 101

StBW 2012, 244

StBW 2012, 263-264

StC 2012, 11-12

StX 2012, 170-171

UR 2012, 394-398

UVR 2012, 163

V&S 2012, 5

WPg 2012, 621-623

WPg 2012, 528

ZIP 2012, 2101-2103

ZIP 2012, 5-6

Jurion-Abstract 2012, 240527 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Eine Holdinggesellschaft, die nachhaltig Leistungen gegen Entgelt erbringt, ist wirtschaftlich tätig und insoweit Unternehmer.

  2. 2.

    Verfügt die Holding über umfangreiche Beteiligungen, die sie ohne Bezug zu ihren entgeltlichen Ausgangsleistungen hält, ist sie entsprechend § 15 Abs. 4 UStG nur insoweit zum Vorsteuerabzug berechtigt, als die Eingangsleistungen ihren entgeltlichen Ausgangsleistungen wirtschaftlich zuzurechnen sind.

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