BFH, 06.10.2011 - VI R 56/10 - Anwendung der 1 %-Regelung bei Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte

Bundesfinanzhof
Urt. v. 06.10.2011, Az.: VI R 56/10
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 06.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 30755
Aktenzeichen: VI R 56/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 11.03.2010 - AZ: 1 K 351/07

Fundstellen:

BFHE 235, 383 - 388

AuA 2012, 102

AuA 2012, 236

AuR 2012, 85

AUR 2012, 85

b&b 2012, 6

BB 2012, 85 (Pressemitteilung)

BBK 2012, 109-110

BFH/NV 2012, 315-317

BFH/PR 2012, 83

BStBl II 2012, 362-364 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2012, 28-29

DStR 2012, 29-31

DStRE 2012, 125

DStZ 2012, 59

EStB 2012, 46-47

FR 2012, 362

GStB 2012, 17-18

HFR 2012, 138-139

KÖSDI 2012, 17729

KSR direkt 2012, 8

NJW 2012, 1103-1104

NWB 2012, 11

NWB direkt 2012, 9

NZA 2012, 492

NZA-RR 2012, 199-200

RdW 2012, 129-131

StB 2012, 2

StBW 2012, 1

StBW 2012, 15-16

StC 2012, 9

StuB 2012, 82

StX 2012, 9

wistra 2012, 5-6

ZAP 2012, 444

ZAP EN-Nr. 260/2012

ZIP 2012, 6

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Die Anwendung der 1 %-Regelung setzt voraus, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer tatsächlich einen Dienstwagen zur privaten Nutzung überlassen hat (Anschluss an Senatsurteil vom 21. April 2010 VI R 46/08, BFHE 229, 228, [BFH 21.04.2010 - VI R 46/08] BStBl II 2010, 848). Denn der Ansatz eines lohnsteuerrechtlich erheblichen Vorteils rechtfertigt sich nur insoweit, als der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer gestattet, den Dienstwagen privat zu nutzen.

  2. 2.

    Allein die Gestattung der Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte begründet noch keine Überlassung zur privaten Nutzung i.S. des § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG.

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