BFH, 03.12.2009 - VI R 58/07 - Vorliegen groben Verschuldens eines Steuerberaters am nachträglichen Bekanntwerden von Zahnbehandlungskosten bei Versäumnis den Mandanten nach solchen Aufwendungen zu fragen; Entfallen der Verpflichtung zur Befragung des Mandanten bei Beibringung der relevanten Unterlagen für den Steuerpflichtigen durch Dritte

Bundesfinanzhof
Urt. v. 03.12.2009, Az.: VI R 58/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 03.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 32077
Aktenzeichen: VI R 58/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG München - 29.11.2006 - AZ: 1 K 1078/05

Fundstellen:

BFHE 227, 365 - 369

AO-StB 2010, 104-105

BB 2010, 1392

BFH/NV 2010, 709-711

BFH/PR 2010, 186

BStBl II 2010, 531-533 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 421-422

DStR 2010, 373-375

DStRE 2010, 388

DStZ 2010, 393-394

GStB 2010, 13

HFR 2010, 445-446

KP 2010, 99

KSR direkt 2010, 9

NJW 2010, 8

NJW 2010, 1903-1904

NWB 2010, 644

NWB direkt 2010, 202

StB 2010, 101

StBW 2010, 213-214

StC 2010, 28

StC 2010, 12

STFA 2010, 27-28

StuB 2010, 207

StX 2010, 141

V&S 2010, 6

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Einem Steuerberater kann ein grobes Verschulden am nachträglichen Bekanntwerden von Zahnbehandlungskosten zur Last fallen, wenn er es unterlässt, seinen Mandanten nach solchen Aufwendungen zu fragen.

  2. 2.

    Die Verpflichtung nachzufragen entfällt auch nicht dadurch, dass ein Dritter Angaben und Unterlagen für den Steuerpflichtigen beibringt.

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