BFH, 03.11.2011 - V R 16/09 - Vorliegen des ermäßigten Steuersatzes bei Übertragung des Kartenvorverkaufs durch einen Konzertveranstalter auf eine als Vermittler tätigen "Vorverkaufsstelle" bzgl. "Vorverkaufsgebühr"

Bundesfinanzhof
Urt. v. 03.11.2011, Az.: V R 16/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 03.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 34963
Aktenzeichen: V R 16/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Berlin-Brandenburg - 08.04.2009 - AZ: 7 K 5054/05 B

Rechtsgrundlagen:

§ 3 Abs. 9 UStG

§ 12 Abs. 2 Nr. 7a UStG

Art. 12 Abs. 3a UAbs. 3 RL 77/388/EWG

Fundstellen:

BFHE 235, 547 - 554

BB 2012, 737

BBK 2012, 352-353

BFH/NV 2012, 890-892

BFH/PR 2012, 202

BStBl II 2012, 378-381 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2012, 670-672

DStRE 2012, 628-632

DStZ 2012, 302-303

HFR 2012, 894-896

KÖSDI 2012, 17844

NWB 2012, 964

NWB direkt 2012, 274

PFB 2012, 145

StB 2012, 101

StBW 2012, 244

StC 2012, 10-12

StuB 2012, 373

StX 2012, 186-187

UR 2012, 315-318

UStB 2012, 98

UVR 2012, 197-198

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Überträgt ein Konzertveranstalter den Kartenvorverkauf einer als Vermittlerin tätigen "Vorverkaufsstelle", ist die "Vorverkaufsgebühr" Teil des vom Kunden für die Konzertkarte geschuldeten Entgelts und unterliegt dem ermäßigten Steuersatz nach § 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG.

  2. 2.

    Die zwischen Konzertveranstalter und "Vorverkaufsstelle" vereinbarte "Refundierung" eines Teils der von den Kartenkäufern verlangten "Vorverkaufsgebühr" mindert die Bemessungsgrundlage für die vom Konzertveranstalter der Vorverkaufsstelle geschuldete Vermittlungsprovision, nicht dagegen die Bemessungsgrundlage für den Kartenverkauf.

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