BAG, 21.04.2010 - 10 AZR 288/09 - Einhaltung des verbindlichen Teils eines Wettbewerbsverbots als Voraussetzung für den Anspruch auf Karenzentschädigung

Bundesarbeitsgericht
v. 21.04.2010, Az.: 10 AZR 288/09
Gericht: BAG
Entscheidungsform: Versäumnisurteil
Datum: 21.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 18237
Aktenzeichen: 10 AZR 288/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

ArbG Trier, 4 Ca 1725/07 vom 28.05.2008

LAG Rheinland-Pfalz - 18.12.2008 - AZ: 2 Sa 378/08

Fundstellen:

BAGE 134, 147 - 153

ArbR 2010, 218

ArbRB 2010, 231-232

AuA 2010, 369

AuA 2011, 182-183

AuR 2010, 229

AuR 2010, 393

AUR 2010, 393

AUR 2010, 229

BB 2010, 1787-1788

BB 2010, 1147 (Pressemitteilung)

BB 2011, 2687-2688

DB 2010, 1889-1891

DB 2010, 8

DB 2010, 23-24

EBE/BAG 2010, 114-116

EWiR 2010, 715

EzA-SD 9/2010, 6 (Pressemitteilung)

FA 2010, 184 (Pressemitteilung)

FA 2010, 344

MDR 2010, 1332-1333

NJW 2010, 8

NJW 2010, 10

NJW 2010, 2378-2380

NZA 2010, 11

NZA 2010, 1175-1177

NZG 2010, 580

RdW 2010, 638-639

schnellbrief 2010, 8

StX 2010, 271-272

ZIP 2010, 2172

ZIP 2010, 5

Amtlicher Leitsatz:

Der Anspruch auf Karenzentschädigung setzt voraus, dass der Arbeitnehmer das Wettbewerbsverbot insoweit einhält, als es nach § 74a Abs. 1 HGB verbindlich ist. Die Einhaltung auch in seinem unverbindlichen Teil ist nicht erforderlich.

In Sachen

Kläger, Berufungskläger und Revisionskläger,

pp.

Beklagte, Berufungsbeklagte und Revisionsbeklagte,

hat der Zehnte Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 21. April 2010 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Dr. Mikosch, die Richterin am Bundesarbeitsgericht Marquardt, den Richter am Bundesarbeitsgericht Mestwerdt sowie die ehrenamtlichen Richter Schlegel und Hintloglou für Recht erkannt:

Tenor:

1. Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 18. Dezember 2008 - 2 Sa 378/08 - im Kostenausspruch und insoweit aufgehoben, wie es die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Trier vom 28. Mai 2008 - 4 Ca 1725/07 - in Höhe von 51.667,68 Euro zurückgewiesen hat.

2. Auf die Berufung des Klägers wird das Urteil des Arbeitsgerichts Trier vom 28. Mai 2008 - 4 Ca 1725/07 - teilweise abgeändert und unter Zurückweisung der Berufung im Übrigen insgesamt wie folgt neu gefasst:

Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 66.954,24 Euro brutto zu zahlen nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 10. November 2003 aus 6.372,20 Euro, seit dem 11. Dezember 2003 aus 3.186,10 Euro, seit dem 1. Januar 2004 aus 3.186,10 Euro, seit dem 3. Februar 2004 und dem 2. März 2004 aus jeweils 345,04 Euro, seit dem 1. April 2004, 1. Mai 2004, 1. Juni 2004, 1. Juli 2004, 3. August 2004, 1. September 2004, 1. Oktober 2004, 2. November 2004, 1. Dezember 2004, 1. Januar 2005, 1. Februar 2005, 1. März 2005, 1. April 2005, 1. Mai 2005 und 1. Juni 2005 aus jeweils 3.186,10 Euro sowie seit dem 1. Juli 2005, 1. August 2005 und 1. September 2005 aus jeweils 1.909,42 Euro.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Widerklage wird abgewiesen.

3. Im Übrigen wird die Revision des Klägers zurückgewiesen.

4. Die Beklagte hat die Kosten des ersten und des zweiten Rechtszugs zu tragen. Die Kosten der Revision hat der Kläger zu 1/10, die Beklagte zu 9/10 zu tragen.

Von Rechts wegen!

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