Anlage 1 SächsBhVO, Ausgeschlossene und teilweise ausgeschlossene Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

Anlage 1 SächsBhVO
Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Gewährung von Beihilfe in Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen (Sächsische Beihilfeverordnung - SächsBhVO)
Landesrecht Sachsen
Titel: Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Gewährung von Beihilfe in Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen (Sächsische Beihilfeverordnung - SächsBhVO)
Normgeber: Sachsen
Amtliche Abkürzung: SächsBhVO
Referenz: 240-2.28/3
Abschnitt: Anhangteil
 

(zu § 5 Abs. 1 Satz 2)

1.
Keine notwendigen Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden sind:

A

  1. a)

    Anwendung tonmodulierter Verfahren, Audio-Psycho-Phonologische Therapie (zum Beispiel nach Tomatis, Hörtraining nach Dr. Volf, Audiovokale Integration und Therapie, Psychophonie-Verfahren zur Behandlung einer Migräne)

  2. b)

    Autohomologe Immuntherapien (zum Beispiel ACTI-Cell-Therapie)

  3. c)

    Autologe-Target-Cytokine-Therapie (ATC) nach Dr. Klehr

  4. d)

    Ayurvedische Behandlungen, zum Beispiel nach Maharishi

B

  1. a)

    Behandlung mit nicht beschleunigten Elektronen nach Dr. Nuhr

  2. b)

    Biophotonen-Therapie

  3. c)

    Bioresonatorentests

  4. d)

    Blutkristallisationstests zur Erkennung von Krebserkrankungen

  5. e)

    Bogomoletz-Serum

  6. f)

    Brechkraftverändernde Operation der Hornhaut des Auges (Keratomileusis) nach Prof. Barraquer

  7. g)

    Bruchheilung ohne Operation

C

  1. a)

    Chelat-Therapie

  2. b)

    Colon-Hydro-Therapie und ihre Modifikationen

  3. c)

    Computergestütztes Gesichtsfeldtraining zur Behandlung nach einer neurologisch bedingten Erkrankung oder Schädigung

  4. d)

    Cytotoxologische Lebensmitteltests

D

DermoDyne Lichtimpfung

E

  1. a)

    Elektro-Neural-Behandlungen nach Dr. Croon

  2. b)

    Elektro-Neural-Diagnostik

F

Frischzellentherapie

G

  1. a)

    Ganzheitsbehandlungen auf bioelektrisch-heilmagnetischer Grundlage (zum Beispiel Bioresonanztherapie, Decoderdermographie, Elektroakupunktur nach Dr. Voll, Elektronische Systemdiagnostik, Medikamententests nach der Bioelektrischen Funktionsdiagnostik [BFD], Mora-Therapie)

  2. b)

    Gezielte vegetative Umstimmungsbehandlung oder gezielte vegetative Gesamtumschaltung durch negative statische Elektrizität

H

  1. a)

    Heileurhythmie

  2. b)

    Höhenflüge zur Asthma- oder Keuchhustenbehandlung

I

  1. a)

    Immuno-augmentative Therapie (IAT)

  2. b)

    Immunseren (Serocytol-Präparate)

  3. c)

    Iso- oder hyperbare Inhalationstherapien mit ionisiertem oder nichtionisiertem Sauerstoff/Ozon einschließlich der oralen, parenteralen oder perkutanen Aufnahme (zum Beispiel Hämatogene Oxydationstherapie, Sauerstoff-Darmsanierung, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Dr. von Ardenne)

K

  1. a)

    Kariesdetektor-Behandlung

  2. b)

    Kinesiologische Behandlung

  3. c)

    Kirlian-Fotografie

  4. d)

    Kombinierte Serumtherapie (zum Beispiel Wiedemann-Kur)

  5. e)

    Konduktive Förderung nach Petö, sofern nicht als heilpädagogische Behandlung bereits von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen

L

Laser-Behandlung im Bereich der physikalischen Therapie

M

Modifizierte Eigenblutbehandlung (zum Beispiel nach Garthe, Blut-Kristall-Analyse unter Einsatz der Präparate Autohaemin, Antihaemin und Anhaemin) und sonstige Verfahren, bei denen aus körpereigenen Substanzen des Patienten individuelle Präparate gefertigt werden (zum Beispiel Gegensensibilisierung nach Theurer, Clustermedizin)

N

  1. a)

    Neurotopische Diagnostik und Therapie

  2. b)

    Niedrig dosierter, gepulster Ultraschall

O

Osmotische Entwässerungstherapie

P

  1. a)

    Psycotron-Therapie

  2. b)

    Pulsierende Signaltherapie (PST)

  3. c)

    Pyramidenenergiebestrahlung

R

  1. a)

    Radiale Stoßwellentherapie

  2. b)

    Regeneresen-Therapie

  3. c)

    Reinigungsprogramm mit Megavitaminen und Ausschwitzen

  4. d)

    Rolfing-Behandlung

S

Schwingfeld-Therapie

T

  1. a)

    Thermoregulationsdiagnostik

  2. b)

    Trockenzellentherapie

V

  1. a)

    Vaduril-Injektionen gegen Parodontose

  2. b)

    Vibrationsmassage des Kreuzbeins

Z

Zellmilieu-Therapie

2.
Teilweise nicht notwendige Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sind:

  1. a)

    Chirurgische Hornhautkorrektur durch Laserbehandlung
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn eine Korrektur durch Brillen oder Kontaktlinsen nach augenärztlicher Feststellung nicht möglich ist.

  2. b)

    Extracorporale Stoßwellentherapie (ESWT) im orthopädischen und schmerzthcrapeutischen Bereich
    Die Aufwendungen sind nur beihilfefähig für die Behandlung der Tendinosis calcarea, der Pseudarthrose (nicht heilende Knochenbrüche) oder des Fasziitis plantaris (Fersensporn) und nur bis zur Höhe der Gebühren nach Nummer 1800 des Gebührenverzeichnisses der GOÄ.

  3. c)

    Hyperbare Sauerstofftherapie (Überdruckbehandlung)
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von Kohlenmonoxydvergiftung, Gasgangrän, chronischen Knocheninfektionen, Septikämien, schweren Verbrennungen, Gasembolien, peripherer Ischämie oder bei mit Perzeptionsstörungen des Innenohres verbundenen Tinnitusleiden.

  4. d)

    Klimakammerbehandlungen
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben und die Festsetzungsstelle die Beihilfefähigkeit vor Beginn der Behandlung anerkannt hat.

  5. e)

    Lanthasol-Aerosol-Inhalationskur
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Aerosol-Inhalationskuren mit hochwirksamen Medikamenten, zum Beispiel mit Aludrin.

  6. f)

    Magnetfeldtherapie
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von atrophen Pseudarthrosen sowie bei Endoprothesenlockerung, idiopathischer Hüftnekrose und verzögerter Knochenbruchheilung, wenn sie in Verbindung mit einer sachgerechten chirurgischen Therapie durchgeführt wird.

  7. g)

    Ozontherapie
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Gasinsufflationen, wenn damit arterielle Verschlusserkrankungen behandelt werden und die Festsetzungsstelle die Beihilfefähigkeit vor Beginn der Behandlung anerkannt hat.

  8. h)

    Prostata-Hyperthermie-Behandlung
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Krebsbehandlung.

  9. i)

    Therapeutisches Reiten (Hippotherapie)
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei ausgeprägten cerebralen Bewegungsstörungen (Spastik) oder schwerer geistiger Behinderung, sofern die ärztlich verordnete und indizierte Behandlung von Angehörigen der Gesundheits- oder Medizinalfachberufe (zum Beispiel Krankengymnast) mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt wird. Die Leistung wird der Nummer 1 Ziffer II Nr. 4 bis 6 des Verzeichnisses der Heilbehandlungen (Anlage 4) zugeordnet.

  10. j)

    Thymustherapie und Behandlung mit Thymuspräparaten
    Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Krebsbehandlungen, wenn andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben.

(1) Red. Anm.:

Außer Kraft am 1. Januar 2013 durch § 66 der Verordnung vom 16. November 2012 (SächsGVBl. S. 626). Zur weiteren Anwendung s. § 65 der Verordnung vom 16. November 2012 (SächsGVBl. S. 626).

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