§ 82 SGB III, Förderung besonderer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

§ 82 SGB III
Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung -
Bundesrecht

Drittes Kapitel – Aktive Arbeitsförderung → Vierter Abschnitt – Berufliche Weiterbildung

Titel: Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung -
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: SGB III
Gliederungs-Nr.: 860-3
Normtyp: Gesetz

1Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bei beruflicher Weiterbildung durch volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn

  1. 1.

    sie bei Beginn der Teilnahme das 45. Lebensjahr vollendet haben,

  2. 2.

    sie im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses für die Zeit der Teilnahme an der Maßnahme weiterhin Anspruch auf Arbeitsentgelt haben,

  3. 3.

    der Betrieb, dem sie angehören, weniger als 250 Beschäftigte hat,

  4. 4.

    die Maßnahme außerhalb des Betriebs, dem sie angehören, durchgeführt wird,

  5. 5.

    Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen, und

  6. 6.

    die Maßnahme und der Träger der Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

2Die Voraussetzungen des Satzes 1 Nummer 1 und 2 gelten nicht, wenn der Betrieb, dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angehören, weniger als zehn Beschäftigte hat; in diesem Fall sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch volle Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden. 3§ 81 Absatz 4 gilt. 4Der Bildungsgutschein kann in Förderhöhe und Förderumfang beschränkt werden. 5Bei der Feststellung der Zahl der Beschäftigten sind Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als zehn Stunden mit 0,25, von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,50 und von nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.

Neugefasst durch G vom 20. 12. 2011 (BGBl I S. 2854). Satz 2 eingefügt durch G vom 8. 12. 2016 (BGBl I S. 2838) (1. 1. 2017); die bisherigen Sätze 2 bis 4 wurden Sätze 3 bis 5.

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