§ 49 LVO, Lehrer

§ 49 LVO
Verordnung der Landesregierung über die Laufbahnen der Beamten und Richter im Lande Baden-Württemberg (Landeslaufbahnverordnung - LVO)
Landesrecht Baden-Württemberg

2. Abschnitt – Laufbahnbewerber → 7. Unterabschnitt – Besondere Vorschriften für einzelne Laufbahnen und Ämter

Titel: Verordnung der Landesregierung über die Laufbahnen der Beamten und Richter im Lande Baden-Württemberg (Landeslaufbahnverordnung - LVO)
Normgeber: Baden-Württemberg
Amtliche Abkürzung: LVO
Gliederungs-Nr.: 2030-21
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) In den Laufbahnen der Lehrer an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen (gehobener Dienst) sind das Eingangsamt, in den übrigen Laufbahnen der Lehrer das Eingangsamt und das erste Beförderungsamt innerhalb der Laufbahn regelmäßig zu durchlaufen.

(2) Einem Lehrer kann die bei anerkannten Ersatzschulen in Baden-Württemberg abgeleistete Zeit abweichend von § 24 Abs. 2 und § 29 Abs. 2 auf die Probezeit voll angerechnet werden.

(3) Zeiten, die von beurlaubten Lehrern nach der Verleihung eines Amts an schulischen Einrichtungen, insbesondere an Privatschulen, Schulen an Erziehungsheimen, Auslandsschulen oder im Rahmen des Lehreraustausches an Schulen im Ausland, zurückgelegt wurden, können auf Dienstzeiten, die nach dieser Verordnung Voraussetzung für eine Beförderung oder für den Aufstieg sind (§ 7 Abs. 6) angerechnet werden.

(4) Lehrer, die die höhere Prüfung für den Volksschuldienst bestanden haben, müssen die Beförderungsämter der Laufbahn des gehobenen Volksschuldienstes nicht durchlaufen. Bei der Verleihung eines Amts des Schulaufsichtsdienstes finden auf sie § 30 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 und § 30a Abs. 1 Nr. 2 bis 5 keine Anwendung.

(5) Ein Amt der Besoldungsgruppe A 13 oder ein Amt mit höherem Endgrundgehalt darf Lehrern in Laufbahnen, deren Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 12 angehört, erst nach einer Dienstzeit von drei Jahren verliehen werden. Das Gleiche gilt für die Verleihung eines Amts der Besoldungsgruppe A 14 oder eines Amts mit höherem Endgrundgehalt an Lehrer in Laufbahnen des gehobenen Dienstes, deren Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 13 angehört. § 26 findet keine Anwendung. Satz 1 findet keine Anwendung auf Lehrer, die die höhere Prüfung für den Volksschuldienst bestanden haben.

(6) Bei der Verleihung eines Amts des Schulaufsichtsdienstes oder des höheren Schuldienstes an Gymnasien, Berufsschulen, Berufsfachschulen, Berufsoberschulen und Fachschulen finden § 30 Abs. 1 Nr. 2 und § 30a Abs. 1 Nr. 3 keine Anwendung.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 1. Januar 2011 durch Artikel 63 Absatz 1 Nummer 5 des Gesetzes vom 9. November 2010 (GBl. S. 793). Zur weiteren Anwendung siehe Artikel 62 des Gesetzes vom 9. November 2010 (GBl. S. 793).

Diese Artikel im Bereich Staat und Verwaltung könnten Sie interessieren

Konkurrentenklage - Deutsche Telekom AG – Beförderungsrunde 2016 – Mittlerer Dienst

Konkurrentenklage - Deutsche Telekom AG – Beförderungsrunde 2016 – Mittlerer Dienst

Das Verwaltungsgericht Hannover hat sich in einem Beschluss vom 19.01.2017 zu den Anforderungen an die dienstlichen Beurteilungen geäußert, die als Grundlage einer Auswahlentscheidung im… mehr

Beamtenrecht – Dienstliche Beurteilungen und Beförderung – Darf ein potenzieller Beförderungskonkurrent einen Beurteilungsbeitrag erstellen?

Beamtenrecht – Dienstliche Beurteilungen und Beförderung – Darf ein potenzieller Beförderungskonkurrent einen Beurteilungsbeitrag erstellen?

Darf an der Erstellung einer dienstlichen Beurteilung ein Beamter beteiligt werden, der mit dem zu beurteilenden Beamten um dieselbe Beförderungsstelle konkurriert? mehr

Beamtenrecht – Dienstliche Beurteilung – Schlechtere Beurteilungsnote im Anschluss an eine Beförderung?

Beamtenrecht – Dienstliche Beurteilung – Schlechtere Beurteilungsnote im Anschluss an eine Beförderung?

Wird ein Beamter während eines Beurteilungszeitraums befördert, kann dies bei der nachfolgenden Beurteilung zu einem Notenabschlag gegenüber der Vorbeurteilung führen. Dies ist für Betroffene nicht… mehr